Eine bemerkenswert gute erste Halbzeit reichte den Bezirksoberliga-Handballern der TS Herzogenaurach gegen den souveränen Tabellenführer aus Regensburg nicht zum Sieg. Im Verlauf der zweiten Halbzeit ging den Hausherren die Kraft aus, was der Favorit eiskalt für einen letztendlich deutlichen Sieg nutzte.

Bezirksoberliga Ostbayern: TS Herzogenaurach - ESV Regensburg 22:27

Die Begegnung begann temporeich, beide Mannschaften versuchten, schnelle Tore direkt nach dem Anwurf oder über Tempogegenstöße zu erzielen. Dabei waren die Gäste effizienter und setzten sich auf 2:5 ab. Danach entwickelte sich eine umkämpfte, körperbetonte Partie, in welcher Regensburg lange Zeit die Führung verteidigte.

Die TSH kämpfte sich jedoch zurück und schaffte durch einen 3:0-Lauf kurz vor der Pause sogar die Wende (12:11). In den letzten Minuten vor der Pause kam etwas mehr Feuer ins Spiel, und die Hausherren mussten nach Zeitstrafen in doppelter Unterzahl agieren. Dadurch hatte der Gegner einfaches Spiel und drehte die Partie wieder zu seinen Gunsten (13:14).

Kammerers Paraden helfen nicht

Die zweite Hälfte begann auf beiden Seiten deutlich weniger effizient als zu Beginn. Nach der Hereinnahme von Torhüter Kai Kammerer bissen sich die Regensburger des Öfteren die Zähne am TSH-Schlussmann aus. Allerdings schaffte es die TSH-Offensive nicht, diese Paraden ausreichend zu verwerten. Das Spiel blieb demzufolge bis zum Stande von 18:18 (45.) ausgeglichen. Nun folgten die spielentscheidenden zehn Minuten, in denen die Gastgeber keinen einzigen Treffer erzielen konnten. Aufgrund mangelnder Präzision in den Würfen und eines eiskalten Gegners auf der anderen Seite setzte sich Regensburg deutlich ab (18:23).

Mitentscheidend waren erneut mehrere Zeitstrafen auf Seiten der Herzogenauracher, die an den Kraftreserven zehrten und dem Gegner zu viele Räume boten. Am Ende einer guten und spannenden Partie setzte Tobias Wayand durch einen Kempa-Treffer zum 22:27 einen kleinen, positiven Schlusspunkt.

TSH-Co-Trainer Norbert Münch war nach der Partie trotzdem zufrieden: "Wir haben eine gute Leistung gezeigt und nahezu das ganze Spiel über dagegengehalten. Man hat aber auch gemerkt, welche von beiden Mannschaften zurzeit oben in der Tabelle steht." In der entscheidenden Phase habe Regensburger die Vorteile seines breiten, ausgeglichenen Kaders durch viele Wechsel geschickt genutzt und der TSH so den Zahn gezogen.

TSH: Langer, Kammerer - Theiss, Hirning (7/2), Hablowetz, Busch, Wayand, Y. (4), Freund (1), Wayand, T. (1), Bellmann (5), Kundmüller (1), Sieber, Funke (3)