Die Achillessehne lässt dem Querläufer einfach keine Ruhe. So habe ich mich schon vor Monaten auf die Suche nach einer Alternative gemacht. Ran an den PC und mal sehen, was es so gibt. Es dauerte nicht lange und ich wurde fündig. Der Wunsch des Menschen, zu fliegen wie ein Vogel, war schon immer sehr ausgeprägt. Wer nicht selbst fliegt, lässt wenigstens einen Drachen steigen.

Diese einfachen Drachen, die wir alle aus unserer Kindheit kennen, haben sich inzwischen zu hochtechnischen Sportgeräten entwickelt, den Lenkdrachen. Einfallsreiche Sportler haben inzwischen so tolle Sportarten wie Kite-Surfen entwickelt, also das Surfen mit dem Drachen für noch höhere Sprünge. Sowie das Snow-Kiting, das Snowboarden mit dem Drachen, war der letzte Hit. Jetzt schwappt ein neuer Trend aus den Vereinigten Staaten von Amerika nach Europa.

Amerikanische Wissenschaftler haben den Drachen als Fitnessgerät entdeckt. Das Kite-Walking startet seinen Siegeszug durch Europa. Ein Kite-Schirm wird, ähnlich wie ein Rucksack, umgeschnallt und schon kann losgewalkt werden. Wer möchte, kann wie beim Nordic Walking die Stöcke zur Unterstützung und für besseren Arm einsatz verwenden. Alle Experten sind sich einig: Sanfter für die Gelenke und effektiver für die Fettverbrennung geht es derzeit nicht.

Gleitschirme gibt es als Tube-Kites, Intermediate-Vierleiner bis zum JoJo RM+. Ein Hochleistungsschirm für erfahrene Kite-Walker. Meine Empfehlung: Für Anfänger sind die so genannten SSG-Schirme am Besten geeignet. SSG steht für Super-Soft-Gliding. Das ist einzigartig in der Region und gibt es nur beim Langstreckenteam des FSV Großenseebach. Zum Ausprobieren und schnuppern tut es aber auch ein ganz normaler Lenkdrache, denn auch die Ausrüstung beim Kite-Walken hat ihren Preis. Spezielle Kite-Walking-Tragegestelle machen es möglich, einen ganz normalen Lenkdrachen für einen Schnupperkurs zu nutzen. Tragegestelle sind mittlerweile in jedem Sportgeschäft erhältlich.

Kite-Walking sollte aus Sicherheitsgründen in einem anerkannten Ausbildungscamp gelernt werden. Die Kurse bestehen aus Theorie (grundlegende Fachbegriffe und Techniken), Walken und Kontrolle des Kites (Starten, Beschleunigen und Bremsen) sowie Tipps und Tricks (z.B. Pflege der Ausrüstung). Der Einsteiger hat unter fachkundiger Anleitung bereits nach weniger als einer halben Stunde die ersten Erfolgserlebnisse.

Interessierte sind herzlich willkommen.

Run happy and smile!
Euer Querläufer