Nach langer Pause fand am Sonntag wieder ein Radrennen in Herzogenaurach statt - der 1. Weidinger-Preis und das Sparkassen-Jedermannrennen mit Stadtmeisterschaft. Rund 150 Radsportler traten zu den Wettkämpfen an. Gefahren wurde ein sogenanntes Kriterium, welches auf einem abgesperrten Rundkurs stattfand. Die mit 1,05 km Länge relativ kurze Strecke, fast 30 Grad im Schatten sowie lebhafter Wind forderten den Teilnehmern alles ab, zumal bis zu 60 Runden absolviert werden mussten.

Lokalmatador dominiert Auftakt

Um 11 Uhr läuteten die Sportfahrer der Klasse Senioren/Junioren einen spektakulären Renntag ein. Einer der Topfahrer des RC Herzogenaurach, Dieter Terfrüchte, dominierte das erste Rennen des Tages und brachte somit die Farben der Herzo-Radler gleich aufs Treppchen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 km/h umrundete er 45 Mal die Strecke und verwies sowohl die Senioren als auch Junioren auf die Plätze. Zwar überschattete ein Sturz von drei Fahrern das Rennen, jedoch zogen sich diese glücklicherweise nur leichte Prellungen und Schürfwunden zu.

Mit Kalle Paduch, der nur knapp das Podium verpasste, und Willi Knoblich kamen zwei U13-Nachwuchsfahrer in die Ränge. In der Klasse U15 zeigten Willem Paduch und Niklas Schiffer eine tolle Leistung. Lennart Ipfling musste nach einem leichten Sturz abbrechen und verpasste unglücklich seine angestrebten Wertungspunkte.

Schnelle Jedermänner

Bei den Hobby- und Jedermann-Rennen ging es nicht nur um den Sieg, sondern auch um die Herzogenauracher Stadtmeisterschaft. Die jüngsten Teilnehmer gab es in der Klasse Jedermann bis zwölf Jahre. Diese Gruppe bestand fast ausschließlich aus RClern. Dies waren Jacob Jürgens, Ludwig Paulus und die kleine, aber flinke Meret Ipfling. 13 bis 15 Jahre alt waren die nächsten Fahrer, darunter ebenfalls zwei RCler mit Nicolas Büttner und Daniel Harig. Das Hobbyrennen der Klasse Ü16 brachte mit Christian Weis einen versierten Fahrer aus Holzkirchen ganz hoch aufs Treppchen, aber neuer Stadtmeister wurde nach 20 schnellen Runden RC-Fahrer Tobias Schrage, der aufgrund eines Bremsfehlers um Haaresbreite Platz 3 und damit das Podium verpasste. Zweiter und Dritter Stadtmeister wurden Andre Reiz vom adidas Sports Team und RC-Fahrer Manfred Schwarz. In diesem Lauf traten auch drei Damen an, die zeigten, dass nicht nur Männer schnell sein können. Schnellste war Monique Löb aus Emskirchen.

Schnelle Elite

Den krönenden Abschluss machten die schnellen Fahrer der Lizenzklassen Elite KT/A/B/C. Richtig professionell mit hochwertiger Technik und Taktik präsentierten sich den Zuschauern die schnellsten Starter des Tages. Mit gut 60 km/h Höchstgeschwindigkeit rasten diese die Ringstraße hinunter und sprinteten zur Punkte- und Prämienwertung an den applaudierenden Zuschauern vorbei. Schnellster Fahrer war Jan Wälzlein von Team Heizomat, gefolgt von Wolfgang Brandlmeier Team Marinbikes und Thomas Lechermann von RSV Passau.

Fortführung geplant

Die sehr positive Resonanz von Fahrern und Zuschauern lässt eine Fortführung der Herzogenauracher Radrenntradition sicher erscheinen, auch Bürgermeister German Hacker und BDR-Vizepräsident Peter Streng zeigten sich begeistert und sprachen sich für eine Wiederholung aus. Zwar fanden sich bei perfektem Kirchweihwetter, diese hatte ihren Abschlusstag, nicht so viele Zuschauer wie gehofft ein, aber es wird sich schnell herumsprechen, dass eine solch hochkarätige Veranstaltung einen Besuch lohnt und ebenso eine aktive Teilnahme. ft