Höchstadt — Das Saisonziel ist erreicht. Doch mit dem Halbfinale in den Play-offs der Eishockey-Bayernliga will sich der Höchstadter EC noch lange nicht zufrieden geben. Nun soll die letzte Hürde genommen und das Finale erreicht werden, um die Saison zu krönen. Die Grundlage wollen die Alligators am Sonntag, den 8. März, (18 Uhr, Eisstadion am Kieferndorfer Weg) gleich mit einem Heimsieg gegen die Memminger Indians legen.

Höchstadter EC - ECDC Memmingen

Der Heimvorteil könnte auf dem Weg ins Finale ein entscheidender Faktor werden, denn in den vier Spielen der Vorrunde gewannen sowohl die Alligators als auch die Indians jeweils ihre beiden Auftritte vor eigenem Publikum. Umkämpft war jedoch jede einzelne dieser Partien. Die Alligators rechnen sich zwar nur eine kleine Chance aus, hoffen jedoch auf die Sensation und die erste Finalteilnahme nach fast zehn Jahren.
Doch davor warten auf die Panzerechsen noch zwei oder drei extrem schwere Spiele gegen den Dauerrivalen.

Die Indians wollen natürlich ihrerseits Meister werden, um so ihrem Nachbarn Sonthofen, gegen den sie im Vorjahresfinale nur knapp den Kürzeren zogen, in die Oberliga zu folgen. Da der Heimvorteil jedoch bei den Alligators liegt, wollen diese den ECDC gleich durch einen Sieg unter Druck setzen. Memmingen müsste nach einer Niederlage zwingend gewinnen, um noch ein Entscheidungsspiel zu erzwingen.

Wie schon in den bisherigen Play-off-Spielen will HEC-Spielertrainer Daniel Jun die personelle Unterlegenheit in einen Vorteil ummünzen. Dabei wird wieder das Hauptaugenmerk auf die Defensive gerichtet sein, in der alle fünf Verteidiger diszipliniert auftreten müssen. Aber auch die Stürmer werden gefragt sein, um die voraussichtlich wenigen Chancen eiskalt zu nutzen. Gegen Peißenberg gelang das Martin Vojcak, Alex Kreuzer und Thomas Urban bereits recht gut, aber dort stand nicht Martin Niemz im Tor. Der gebürtige Weißwasseraner ist seit Jahren der große Rückhalt im Tor der Memminger und gehört zu den fünf besten Goalies der Liga.

Auch im Sturm haben die Gäste einiges aufzubieten und haben mit Antti-Jusi Miettinen und Jordan Baker zwei absolute Topleute in ihren Reihen. Beide Teams müssen also alles in die Waagschale werfen, um vor der großen Kulisse bestehen zu können. Der HEC setzte so viele Karten wie lange nicht mehr ab und schließt eine vierstellige Zuschauerzahl nicht aus.