Die Höchstadt Alligators verlangten den Starbulls Rosenheim in der Eishockey- Oberliga Süd alles ab. Trotz eines kampfstarken Auftritts unterlag der HEC dem neuen Tabellendritten mit 1:3 (1:0, 0:2, 0:1) und hängt weiter am Tabellenende fest.

Oberliga Süd

Höchstadter EC - Starbulls Rosenheim 1:3

Verletzungsbedingt musste der HEC am Sonntag auf Adam Suchomer und Vitalij Aab verzichten, Jiri Mikesz hatte seine Erkältung rechtzeitig auskuriert. Rosenheim, zuvor mit drei Siegen aus vier Spielen gut unterwegs, startete druckvoll und schnürte die Alligators in der Anfangsphase im eigenen Drittel ein. Auch die Strafe gegen Tobias Draxinger, der wegen Haltens zwei Minuten zuschauen musste, steckten die Starbulls gut weg. Eine echte Torchance erspielte sich Höchstadt in den ersten zehn Minuten nicht - das ändert sich jedoch: Nach Vorarbeit von Maximilian Otte und Jari Neugebauer tauchte Richard Stütz vor dem Rosenheimer Goalie Lukas Steinhauer auf - das 1:0 (12.). Spätestens jetzt nahm die Partie an Fahrt auf. Rosenheim antwortete mit wütenden Angriffen, auch Höchstadt wurde mutiger. Mehrmals war nun Steinhauer gefordert, der die Gäste vor weiteren Gegentoren bewahrte. Es blieb bei der knappen HEC-Führung.

Wütende Proteste der Fans

Das zweite Drittel begann der HEC nach einer Strafe gegen Martin Vojcak in Unterzahl, Patrick Golombek hielt sein Tor aber sauber. Auf dem Eis ging es nun heiß her, das Spiel wurde ruppiger und die Strafzeiten stiegen stetig. Wegen Stockschlags bekam Otte in der 29. Minute eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt und die fünfminütige Überzahl wussten die Starbulls zu nutzen. Erst traf Kevin Slezak (30.) zum Ausgleich, dann Michael Baindl (33.) zur Rosenheimer Führung. Die Alligators machten sich das Leben in dieser Phase selbst schwer und verbrachten den Großteil des zweiten Drittels in Unterzahl.

Die Unparteiischen um Andreas Flad sorgte mit ihren Entscheidungen allerdings für reichlich Unmut bei den Höchstadter Fans, die mit den Entscheidungen des Gespanns nicht einverstanden waren. Dennoch hätten Mikesz, Neugebauer und Florian Seelmann ausgleichen können, scheiterten jedoch allesamt am starken Gästekeeper Steinhauer.

Im Schlussdrittel sahen die 511 Zuschauer im Höchstadter Eisstadion dominante Rosenheimer, die den HEC im eigenen Drittel beschäftigten. Zehn Minuten vor Ende hatten die Fans den Torschrei auf den Lippen, Felix Ribariks Schuss von der Blauen landete aber am Pfosten. Als sechs Minuten vor Ende Maximilian Vollmayer auf die Strafbank musste, schien die Chance auf das 2:2 da. Doch wie schon den gesamten Abend über blieb Höchstadt im Powerplay zu harmlos. Rosenheim verteidigte auch die anschließende doppelte Unterzahl diszipliniert und sorgte schließlich für die Entscheidung: Fabian Zick krönte einen Alleingang mit dem 3:1 für die Gäste (58.).

"Wir haben heute eine sehr gute Leistung abgerufen. Leider haben wir nicht nur gegen Rosenheim, sondern auch gegen die Schiedsrichter gespielt. Das ist in unserer Situation natürlich sehr bitter. Leider konnten wir uns nicht belohnen", erklärte HEC-Trainer Martin Sekera.