Die Polizei Herzogenaurach hat bisher ein ruhiges Sommerkirchweih-Wochenende erlebt. Am Freitag gegen 22 Uhr kam es auf dem Festplatz am Weihersbach zu einem Streit zwischen zwei Jugendlichen. Einer der beiden kam verletzt zur BRK-Wache und machte einen benommenen Eindruck. Er gab an, dass er mit einer Faust ins Gesicht geschlagen worden sei.

Die Polizei ermittelte den Täter. Der gab den Sachverhalt folgendermaßen an: Der Verletzte hätte ihn geschubst und ihn in den Magen geboxt. Die jungen Männer hatten beide keinen Alkohol getrunken und waren nüchtern.
Die Polizei bittet Kirchweihbesucher, die den Vorfall beobachtet haben und schildern können, sich unter der Telefonnummer 09132/78090 zu melden.

Am Samstag früh gegen 3.20 Uhr fiel Beamten allerdings ein Fahrradfahrer auf, der ohne Licht unterwegs war. Sie machten ihn darauf aufmerksam, dass er eine Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer darstelle, weil er kaum sichtbar sei. Laut Polizeibericht wurde der Mann daraufhin aggressiv und wollte einfach weiterfahren.

Die Polizisten unterbanden jedoch die Weiterfahrt. Dabei stellten sie fest, dass der Mann eine Fahne hatte. Laut Test hatte der Mann 1,74 Promille.

Der Alkoholgrenzwert für Autofahrer liegt in Deutschland bei 0,5 Promille, für Radfahrer befindet sich die Grenze bei 1,6 Promille. Damit war der Mann eindeutig über dem erlaubten Wert. Den Radfahrer erwartet deshalb eine Anzeige.

Die Polizei weist in Zusammenhang mit der Sommerkirchweih darauf hin, vernünftig mit dem Thema Alkohol im Verkehr umzugehen. "Bei einem Gläschen zu viel sollte das Fahrzeug - auch Fahrrad - stehen bleiben", heißt es laut Bericht. "Setzen Sie ihre Fahrerlaubnis nicht aufs Spiel! Bleiben sie nüchtern oder steigen sie dann auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxi um. Günstiger ist der Fahrpreis allemal als ein hohes Bußgeld und der Entzug der Fahrerlaubnis."