"Wenn wir vom Leben sprechen, müssen wir von allem sprechen, was zu diesem Leben gehört", so lautete die Kernaussage von Pfarrer Siegfried Firsching beim Sommerfest der Barmherzigen Brüder Gremsdorf.

Und der Behindertenseelsorger der Erzdiözese Bamberg ergänzte beim Freiluftgottesdienst im Klostergarten, dass nicht nur die schönen Seiten zu unserem Leben gehören. "Das Leben ist ein Geschenk an sich." Und gerade das beachten die Barmherzigen Brüder Gremsdorf in ganz besonderer Weise, so Firsching.

Die Einrichtung in Gremsdorf biete Wertschätzung, Schutz und ein Zuhause für alle hier lebenden Frauen und Männer. Die Eucharistiefeier wurde zwar vom einsetzenden Starkregen noch verschont, aber danach öffneten sich die Himmelsschleusen, und Bewohner wie Mitarbeiter sahen ihr Traditionsfest schon dahinfließen.

Aber gegrillter Schweinekamm mit Salbeisoße, Gnocchi mit Tomatenmozzarella, Steaks oder auch Bratwürste lockten dann doch zahlreiche Besucher ins Festzelt.

Nachlassende Regenfälle und Sonne am Himmel brachten dann auch noch Leben in die Budenstraße - war doch für Jung und Alt so einiges geboten: Torwandschießen, Losverkauf, Brotbacken oder auch Stäbchenweben beziehungsweise Nisthilfenbau.

Für die musikalische Ausgestaltung des Festtages sorgten der Hauschor, die integrative Musikband Zweistein und der Musikverein Zeckern. Einer der Höhe- und Glanzpunkte war wohl der Auftritt des integrativen "Zirkus Kunterbunt" aus der österreichischen Einrichtung der Barmherzigen Brüder Kainbach/Steiermark. Eindrucksvolle Akrobatik und bezaubernde Jonglage begeisterten zahlreiche Zuschauer im Forum.

Vom vielfältigen Leben in der Gremsdorfer Einrichtung, von dem schon im Frühgottesdienst gesprochen wurde, konnten sich die Besucher dann auch noch persönlich bei den verschiedensten Hausführungen überzeugen.