Zu einer gemeinsamen Planungs-Werkstatt hatten der Stadtjugendring Erlangen, der Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn und das Jugendhaus rabatz der Stadt Herzogenaurach eingeladen. Es war die dritte Veranstaltung dieser Art für Kinder und Jugendliche.

Das Beteiligungsprojekt fand dieses Mal virtuell statt. Mit Hilfe des Videospiels Minecraft entwarfen die Teilnehmer Haltestellen für die Stadt-Umland-Bahn (Stub) in Herzogenaurach. Darüber berichtet der Zweckverband in einer Pressemitteilung.

Viele Grünflächen, Ticketautomaten und eine Dachterrasse - die Haltestellen der jungen Planerinnen und Planer zeichnen sich durch zahlreiche Feinheiten aus. "Die Teilnehmenden haben ihre Haltestellen bis ins Detail geplant. Innerhalb von drei Tagen ist eine tolle Welt mit vielen Ideen entstanden, die wir bei der noch ausstehenden Planung der Haltestellen berücksichtigen werden", erklärt German Hacker, Verbandsvorsitzender und Erster Bürgermeister von Herzogenaurach.

In den Herbstferien haben 15 Kinder und Jugendliche die Herzogenauracher Haltestellen am Puma Way, in der Rathgeberstraße und am alten Bahnhof für die Stadt-Umland-Bahn mit Hilfe des Videospiels Minecraft geplant. Dabei haben sie die jeweiligen Besonderheiten der Standorte berücksichtigt und die Umgebung simuliert.

So haben die jungen Planerinnen und Planer in ihren Modellen auch Ideen für die Bereiche rund um die jeweilige Haltestelle entwickelt. Dabei waren ihnen insbesondere Aspekte einer barrierearmen Zugänglichkeit sowie Möglichkeiten zur Erfüllung der Grundbedürfnisse durch Imbissbuden, Toiletten und einen beheizten Warteraum für den Winter, aber auch der Schutz von Natur und Umwelt wichtig.

Die Modelle für die Haltestellen am Puma Way und am alten Bahnhof sehen großzügige Grünflächen und Parkanlagen vor, in denen auch Bienen und Fische eine Heimat finden. Für die Gestaltung der Haltestelle in der Rathgeberstraße wünschen sich die jungen Planerinnen und Planer eine begrünte Bedachung. Die Beleuchtung der Haltestellen soll mit Solarenergie betrieben werden.

"Die Idee, eine Planungswerkstatt mit dem Videospiel Minecraft anzubieten, ist schon bei den ersten Gesprächen mit dem Stadtjugendring Erlangen entstanden. Dank des virtuellen Formats können wir auch in Zeiten von Corona ein Beteiligungsprojekt für Kinder und Jugendliche anbieten", sagt Geschäftsleiter Daniel Große-Verspohl. Er freute sich über die große Beteiligung.

Begleitet wurde die virtuelle Planungswerkstatt von einem Fachplaner des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn. Alle Ergebnisse der dritten Planungswerkstatt gibt es im Rahmen einer digitalen Ausstellung unter www.stadtumlandbahn.de. Das nächste Beteiligungsprojekt für Kinder und Jugendliche ist für die Faschingsferien 2021 geplant.