Kinderzimmer brennt aus - Mann "leicht bis mittelschwer verletzt": Am Freitag (29. Juli 2022) ist ein Feuer in einem Kinderzimmer ausgebrochen. Darüber berichtet die zuständige Polizei aus Herzogenaurach und die Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt. Durch das Eingreifen des Haust konnte Schlimmes verhindert werden.

Zu einem Zimmerbrand wurden die Feuerwehren am Freitagmittag kurz nach 12 Uhr nach Sintmann (Markt Weisendorf) gerufen. "An der Einsatzstelle wurde die Feuerwehr bereits von einem Ehepaar – die Eigentümer eines frei stehenden Einfamilienhauses – erwartet", heißt es im Bericht von Kreisbrandmeister Sebastian Weber. Das Ehepaar hielt sich zu diesem Zeitpunkt im Freien auf.

Feuer in Kinderzimmer: Vater kämpfte gegen Feuer - und wird verletzt

Der Hauseigentümer, der laut Feuerwehr eigene Löschversuche im ersten Obergeschoss mit einem Gartenschlauch unternahm, wurde von der Feuerwehr bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut. "Er hat sich dabei leichte bis mittelschwere Verletzungen durch die giftigen Rauchgase zugezogen", wird sein Zustand beschrieben. Nach ersten Angaben war der Brand in einem Kinderzimmer im ersten Stock ausgebrochen und durch sein Eingreifen bereits eingedämmt.

Die Feuerwehr ging mit einem Strahlrohr unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor und konnte das Feuer ablöschen. Lüftungsmaßnahmen wurden von der Feuerwehr eingeleitet und der Brandraum größtenteils ausgeräumt. Danach kontrollierte die Feuerwehr restliche Glutnester, als auch das gesamte Zimmer mit einer Wärmebildkamera. Einige Gegenstände musste die Feuerwehr durch ein Fenster ins Freie bringen und weiter ablöschen. Diese Maßnahmen verhindern einen Schaden durch Löschwasser innerhalb des Gebäudes.

Eine junge Katze wurde gerettet, die sich zu dieser Zeit noch im Haus befand: Auch sie war offensichtlich durch Brandrauch leicht lädiert, sie wurde den Eigentümern übergeben. Nach ausgiebiger Kontrolle konnte die Feuerwehr gut eine Stunde später den Einsatz beenden. Das Obergeschoss des Wohnhauses scheint vorübergehend nicht bewohnbar.

Zeitpunkt des Ausbruchs verhindert Tragödie - war das die Brandursache?

Bemerkt wurde das Feuer im Kinderzimmer durch das akustische Signal eines Rauchwarnmelders. Die Kinder waren zu dieser Zeit in der Schule, die Eltern hielten sich im Erdgeschoss auf und wurden durch den Rauchwarnmelder auf den Brand aufmerksam. Diese Umstände - der installierte Rauchmelder und die Abwesenheit der Kinder - verhinderte mutmaßlich eine Tragödie. Dann ging alles ganz schnell. Laut Polizeiinspektion Herzogenaurach gehen die Ermittler aktuell von einem technischen Defekt als Ursache aus. Eine Streife der Polizei war vor Ort.

Die Feuerwehr war mit knapp 30 ehrenamtlichen Kräften im Einsatz. Alarmiert wurden die Feuerwehren Weisendorf, Rezelsdorf, Oberreichenbach, Hammerbach, sowie die Drehleiter aus Herzogenaurach. Kreisbrandinspektor Norbert Rauch und Kreisbrandrat Matthias Rocca waren ebenfalls vor Ort.  Eingesetzt wurden vier Atemschutzgeräteträger. Der Hauseigentümer kam in ein umliegendes Krankenhaus. Vom Rettungsdienst war ein Rettungswagen des BRK Langenzenn an der Einsatzstelle.