So wie sich Glasauer Senior einst emporgearbeitet hat, tat es auch Jürgen Rudrich, ebenfalls Flüchtling, der sich im Fränkischen erst beweisen musste. So zog er denn in jungen Jahren über die Dörfer, kaufte den Bauern Eier und Geflügel ab und betrieb auf diese Weise seinen eigenen Handel.

Bis vor einigen Jahren hatte er zusammen mit Tochter Sabine seinen Stand- und Stammplatz in Fürth, während seine Frau Else bisweilen mit den Töchtern Katja und Helma die Herzogenauracher mit Eiern, Suppenhühnern und "Giegern" (Gockeln, Hähnchen)versorgte. Und wenn von der Kundschaft der Wunsch nach einem Stallhasen geäußert wurde, so wurde der von Rudrichs erfüllt.

Und dann waren da auch noch die Martini- oder Weihnachtsgänse, die man anfangs selbst aufzog. "Bis zu 100 Stück waren es, die geschlachtet und gerupft werden mussten", erinnert sich Else Rudrich.