Spitzenreiter, zumindest für mindestens eine Nacht, durften sich die Regionalliga-Basketballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach nach dem Sieg in Großwallstadt bezeichnen. Doch tags darauf gewann auch Jahn München II und zog noch an den Shorthorns vorbei. Diese hatten mit einer für Basketball-Verhältnisse extrem niedrigen Punktausbeute ihr zweites Saisonspiel mit 41:33 gewonnen. Der Gegner aus Großwallstadt rangiert nun auf dem sechsten Tabellenrang.

Elsenfeld/Großwallstadt - TS Herzogenaurach 33:41


Das erste Viertel war schon richtungsweisend für die kommenden Partien. Beide Mannschaften verteidigten auf hohem Level und investierten den Großteil ihrer Energie in die Defensive. So fehlte auf beiden Seiten den Akteurinnen häufig die Konzentration im Abschluss, was insgesamt zu einer geringen Punkteausbeute führte. Die Eröffnung in Sachen Punkteproduktion übernahm für die Shorthorns Ilona Brox, die mit zehn Zählern die einzige Herzogenauracherin war, die am Ende zweistellig erfolgreich war.
Bei den Großwallstädterinnen hielten einzig die Geschwister Witzel dagegen und so führten die Gäste zur ersten Pause mit 13:9. Im zweiten Viertel machten die Herzogenauracher Damen von Trainer Christian Braun richtig ernst. Großwallstadt wusste nicht mehr, zu Punkten zu. Hatten die Gastgeber dann doch einmal einen offenen Wurf, so schlossen sie meist zu hektisch ab. Die Aurachstädterinnen hielten ihre offensive Pace, legten erneut 13 Punkte auf und gingen so mit einer beruhigenden 26:12-Führung in die Halbzeit.
Dieser Vorsprung war jedoch trügerisch, denn die TSH spielte in der Folge zu locker und Großwallstadt fand zurück in die Partie. Vor allem die wieselflinke Franziska Witzel (18 Punkte) zog nun immer wieder erfolgreich zum Korb. Auf Herzogenauracher Seite hielt der Verbund um Sonja Hildel, Theresa Heinz und Kerstin Wägner dagegen, die jeweils acht Punkte im Spiel erzielten. Vor dem letzten Viertel war das Spiel wieder offen und die TSH führte nur noch mit 29:33.
Glücklicherweise legten die Shorthorns den Schalter im Schlussabschnitt wieder um und forcierten ihre Anstrengungen in der Defensive. Aus den dort generierten Ballgewinnen wurden direkt Fast-Break-Angriffe entwickelt und die TSH kam zu einfachen Punkten. Dazu dominierten die Gäste jetzt den offensiven Rebound, was ihnen erlaubte, zwei bis sechs mal pro Angriff abzuschließen, was natürlich zu einer höheren Punkteausbeute führte. Minutenweise bauten sie ihren Vorsprung aus und so kamen sie schlussendlich zu einem ungefährdeten 41:33 Erfolg.
"Beide Mannschaften haben heute sehr gut verteidigt, doch leider konnte die offensive Leistung nicht ganz mithalten. Am Ende hat sich unsere breiter aufgestellte Mannschaft bezahlt gemacht, sodass wir am Ende noch mal zulegen konnten. Zudem hat uns unsere Reboundüberlegenheit sehr geholfen", erklärte TSH-Trainer Christian Braun. Allerdings werde sein Team für die kommenden Aufgaben an seiner Wurquote arbeiten müssen. "Wir werden es nicht immer schaffen, den Gegner unter 40 Punkten zu halten."

Punkteverteilung bei der TSH


Angermeier, Angerstein (4), Antoszkiewicz, I. Brox (10), R. Brox, Friedmann, Geiselsöder, Heinz (8), Hildel (8), Wägner (8), Wittmann (3)