"Die Kriterien für eine Gefährdung des Kinderwohls sind nicht erfüllt", sagte Landrat Eberhard Irlinger (SPD) am Mittwoch in Erlangen.

Nach Berichten über die "Neue Gruppe der Weltdiener" waren Vorwürfe laut geworden, die Behörden würden sich zu wenig um die drei Kinder kümmern. Demnach sollen sie unter anderem ohne Medikamente und Krankenversicherung aufwachsen.

Die aus einem "Guru", dessen Partnerin und einer fünfköpfigen Familie bestehende Sekte versteht die Kinder als "Erwachsenenseelen in Kinderkörpern" und behandelt sie entsprechend.

Enger Kontakt mit Jugendamt

Irlinger sagte, es sei "viel Unsinn" über die Sekte geschrieben worden. Er selbst habe die Familie besucht und sich von dem guten Zustand der Wohnung überzeugt. Seit Jahren bestehe ein enger Kontakt zwischen der Familie und dem Jugendamt sowie den Schulen.

Es habe auch mehrere Hausbesuche gegeben. "Die Kinder nehmen am Leben des Dorfes teil", betonte Irlinger. Sie seien "die Besten in der Schule", hätten alle einen Arbeitsplatz zuhause sowie einen Computer. "Sie spielen auch", fügte er hinzu. dpa