Wachenroth
Verkehr

Sechsstelliger Sachschaden durch Unfall mit Sprinter auf A3

Das Polizeipräsidium schätzt, dass der Sachschaden des Auffahrunfall auf der A3 bei Wachenroth am späten Montagabend sechsstellig ist.
Foto: Diem
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Auf einen erschreckenden Anblick stießen die Einsatzkräfte bei einem Unfall am Montag kurz vor Mitternacht auf der Autobahn A 3. Kurz nach der Rastanlage Steigerwald in Richtung Würzburg war ein Sprinter-Lieferwagen am Stauende vor einer Nachtbaustelle von einem herankommenden ungarischen Sattelzug, beladen mit Kunststoffteilen, auf einem stehenden Tanklastzug gedrückt worden. Das eingekeilte Fahrzeug war völlig zerdrückt.

Lieferwagen völlig demoliert

Der Fahrzeuglenker des mit Dieselkraftstoff beladenen Tanklastzuges aus dem Landkreis Pfaffenhofen/Ilm und der Fahrer des aufgefahrenen ungarischen Lastzuges wurden bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. Beide konnten ihre Fahrzeuge selbst verlassen. Der Fahrer des tschechischen Sprinter-Kastenwagens wurde jedoch schwer verletzt und in seinem völlig deformierten Lieferwagen eingeklemmt. Zudem wurde durch den Aufprall die hintere Tankkammer mit zirka 11 000 Liter Dieselkraftstoff des am Stauende stehenden Tankzuges beschädigt.

"Glücklicherweise traten aus dieser Tankkammer nur geringe Mengen Kraftstoff aus, die mit Wannen bis zum Umpumpen in ein Ersatzfahrzeug aufgefangen werden konnten", schreibt Thomas Birkner von der Pressestelle des Kreisfeuerwehr-Verbandes Erlangen-Höchstadt e.V. Zur Begutachtung des betroffenen Erdreiches war ein Verantwortlicher des zuständigen Wasserwirtschaftsamtes aus Erlangen am Einsatzort.

Die Autobahn war mehrere Stunden lang in Richtung Norden gesperrt. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in den Dienstagmorgen. Ab 7.40 Uhr konnte ein Fahrstreifen in Richtung Würzburg wieder geöffnet werden, so dass der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet wurde.

Gegen 23.30 Uhr waren die Feuerwehren aus Höchstadt/Aisch, Wachenroth, Mühlhausen und der Inspektionsdienst Erlangen-Höchstadt mit Notarzt und Rettungsdienst alarmiert worden.

Rettung dauert zwei Stunden

Die Befreiung des eingeklemmten Fahrers aus seinem Lieferwagen gestaltete sich schwierig. Mit Hilfe von hydraulischen Rettungsgeräten, einer Winde des Rüstwagens und mit einem Greifzug konnte die Wachenrother Feuerwehr den schwer verletzten Fahrer nach rund zwei Stunden aus dem Sprinter-Kastenwagen befreien. Die Rettung forderte bei allen beteiligten Einsatzkräften ein hohes Maß an Geschick, Fachwissen und Konzentration. Für die Landung des angeforderten Intensivtransport-Hubschraubers "Christoph Nürnberg" musste im Laufe der Rettungsmaßnahmen auch die Fahrbahn in Richtung Süden gesperrt werden. Für die Sperrung der Autobahn A 3 in Richtung Süden wurde die Feuerwehr Schlüsselfeld nachalarmiert.

Beide verletzte Lkw-Fahrer wurden in das Krankenhaus Höchstadt/Aisch, der schwer verletzte Fahrer des Sprinters mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Erlangen gebracht. Für die weiteren Bergungsmaßnahmen der Unfallfahrzeuge, für das Umpumpen des Dieselkraftstoffes im Tankzug und die Reinigungsarbeiten blieb die A 3 in Richtung Würzburg für mehrere Stunden gesperrt. Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg führen die Ermittlungen. Zur Rekonstruktion des Unfallhergangs wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg ein Sachverständiger zur Unfallstelle beordert.

Schaden wohl sechsstellig

Die beteiligten Fahrzeuge sind durch den Aufprall stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Vor allem der Sprinter wurde total beschädigt. Die Höhe des gesamten Sachschadens kann laut Karl-Heinz Schmitt von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Unterfranken momentan noch nicht genau beziffert werden, dürfte aber im sechstelligen Bereich sein.
pol