Die in unseren Breiten auch als Wetterboten bekannten Schwalben haben einen schlanken stromlinienförmigen Körper und lange schmale Flügel. Der typische gegabelte Schwalbenschwanz ist namensgebend für andere Objekte (z.B. in der Schreinerei als Schwalbenschwanzpassung), genauso wie das Schwalbennest (z.B. für die Schwalbennestorgel). Der kurze Schnabel der Vögel kann weit geöffnet werden. Schwalben ernähren sich von Insekten, die sie im Flug erbeuten.

Da sich bei gutem Wetter die Flughöhe der Insekten erhöht, steigen auch die Schwalben in größere Höhe auf. Fliegen dagegen die Insekten bei Tiefdruck tiefer, kann man die Schwalben auch niedriger fliegen sehen, was auf ein schlechtes Wetter schließen lässt. Die winzigen Füße der Schwalben sind weniger zum Laufen, eher zum Greifen geeignet.

Die Schwalben bauen ihre Schwalbennester mithilfe von Lehm und ihrem Speichel unter Dachvorsprüngen an die Hauswand. Dort ziehen sie dann ihre Jungen auf. "Ist in einem Hause ein Schwalbennest, so zündet kein Blitz", waren unsere Vorfahren überzeugt. Ein Schwalbennest am Haus zu entfernen, sollte daher großes Unglück bringen.

In unserer Region sind vor allem die Mehlschwalbe und die Rauchschwalbe verbreitet. In Mitteleuropa sind die Schwalben Zugvögel. Pfarrer Andreas Jäckel (1822-1885) aus Neuhaus schrieb: "Im August sammeln sie sich zu vielen Hunderten alltäglich auf den Dächern der Kirchen und anderer hoher Gebäude und zieht die Hauptmasse zu Ende September ab." Die Spätlinge konnte man noch bis Mitte Oktober nach Südwesten steuern sehen.

Die Haus- und Rauchschwalbe kam von April bis Anfang Mai wieder in die Region an Aisch, Aurach und Seebach zurück. Der Volksmund bringt die Termine mit zwei Marienfesten in Verbindung: "An Mariae Geburt (8. September) ziehen die Schwalben furt" und "Zu Mariae Verkündigung (25. März) ziehen die Schwalben wiederum".