Der bisherige Vorsitzende Dieter Breyer gab den Vorsitz nach zwölf Jahren ab und wurde mit viel Beifall und einem guten Tropfen verabschiedet. Sowohl die neue Vorsitzende als auch Bürgermeister German Hacker und Sarah Litz (Stadtratsfraktion) sowie Rita Dankers (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) und Wolfgang Schoepe für den kommunalpolitischen Arbeitskreis der SPD bedankten sich bei Breyer für sein langjähriges Engagement im Ortsverein und für seine straffe Führung.

Renate Schroff kündigte an, die bisher überzeugende politische Arbeit der Sozialdemokraten in Herzogenaurach weiterzuführen und die SPD voranzubringen. So warte ein ganzer Rucksack voller Aufgaben auf die Herzogenauracher SPD. "Aufgeschlossenheit, Miteinander und Füreinander" nannte Renate Schroff als wichtige Werte. Dabei wollen die Sozialdemokraten weiterhin ein "offenes Ohr für die Bürgerprobleme" haben und "nicht nur ihre eigenen Suppe kochen", so die neue SPD-Vorsitzende.

Zuvor skizzierte der scheidende Vorsitzende Dieter Breyer die Höhepunkte seiner zwölfjährigen Amtszeit in kultureller und vor allem politischer Hinsicht. Dazu würden eindeutig die Ergebnisse der Kommunalwahlen 2008 und 2014 zählen. Vor sieben Jahren sei der politische Wechsel im Rathaus gelungen. "Mein Ziel war immer, der Stadt einen sozialdemokratischen Stempel aufzudrücken", erklärte Breyer. Nun gelte es, diesen Erfolg zu konservieren.

Für die SPD-Fraktion berichtete Sarah Litz aus dem Stadtrat und von der neuen Konstellation seit dem letzten Jahr. Die Aufgaben seien innerhalb der Fraktion neu verteilt, verschiedene Initiativen und spannende Prozesse in Gang gesetzt worden, und die Fraktion halte engen Kontakt zu Schulen und Vereinen.


Dank für "unwirsche Art"

Bürgermeister Hacker erklärte in seinem Grußwort, dass mit dem Rückzug von Dieter Breyer, der seit 48 Jahren den Sozialdemokraten angehört, eigentlich eine "Ära" zu Ende gehe. Breyer, der 1984 gegen den CSU-Bürgermeister Hans Ort kandidierte, habe damals beachtliche 42,34 Prozent und die SPD zehn Sitze im Stadtrat erreicht. Auch bei der Kommunalwahl 1990 habe Breyer mit 37,5 Prozent und neun Sitzen im Stadtrat ein achtbares Ergebnis erreicht. Hacker dankte dem Parteifreund für seinen Pragmatismus, seine zupackende und manchmal "unwirsche Art", die manche Genossen ab und zu mal gebraucht hätten.

Dass im Ortsverein jetzt ein frischer Wind weht, machte am Ende Renate Schroff deutlich. Nach der nahezu zweieinhalbstündigen Versammlung entließ sie die gewählten Vertreter noch nicht nach Hause, sondern bat zur ersten Vorstandssitzung.

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