Derzeit liegen die Pläne im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit im Rathaus während der Dienststunden aus und sind auf den Internetseiten der Stadt Herzogenaurach einsehbar.

Um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, direkte Fragen an die Verwaltung zu stellen, hatte Bürgermeister German Hacker (SPD) zu einer Informationsveranstaltung in den Sitzungssaal des Rathauses eingeladen. Die Besucherzahl blieb allerdings überschaubar, denn lediglich vier Bürger sowie die Stadtratsmitglieder Ille Prockl-Pfeifer (CSU) und Wolfgang Mehler (SPD) nahmen auf den Stühlen Platz. "Und wenn nur ein einziger Bürger gekommen wäre, wir würden das genauso durchziehen wie bei einem vollen Sitzungssaal", erklärte Anja Wettstein, die Leiterin des Planungsamts, wenige Minuten vor Beginn.

Planung bisher sehr vage
"Wir begleiten das Vorhaben des Sportartikelherstellers positiv. Es wurde schon sehr viel Vorarbeit geleistet und bereits eine Reihe von Gutachten erstellt", stellte der Bürgermeister fest. Anja Wettstein erläuterte den ersten Schritt, so sei der jetzige Entwurf noch nahezu ohne textliche Festsetzungen, und auch die eingezeichneten Bauten seien bis auf das eingezeichnete Bürogebäude, das mit einem Fußgängersteg mit dem südlich des Hans-Ort-Ringes bestehenden Verwaltungsgebäude verbunden werden soll, eher fiktiv.

Erst im zweiten Schritt und der erneuten Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange und sonstiger Behörden wird das Vorhaben detaillierter dargestellt und auch mit den textlichen Festsetzungen versehen. "Die textlichen Festsetzungen sind für das Vorhaben bindend", erklärte Anja Wettstein den Zuhörern.
Was bereits feststeht, ist, dass es sich um ein "eingeschränktes Gewerbegebiet" handelt, in dem sich kein störendes Gewerbe oder ein Verkauf ansiedeln darf. Dass dies wichtig sei, unterstrich Bürgermeister Hacker, schließlich entstehen in der Nachbarschaft die Bauabschnitte zwei und drei des Wohngebiets Herzo Base. Deshalb werde der Immissionsschutz ein wichtiger Faktor sein. Auch die Gebäudehöhe wird begrenzt sein, und das neue Bürogebäude wird in etwa der gleichen Höhe entstehen wie das gegenüberliegende. Zudem wird das Gebiet mit einem Grüngürtel umzogen.

Auch zur verkehrlichen Situation nahm der Bürgermeister Stellung. Die Verwaltung sei sich bewusst, dass die ERH 3 (Zum Flughafen) mehr Verkehr aufnehmen müsse, auch dafür laufen schon die Planungen. An der Einmündung zum Olympiaring wird ein Kreisverkehr entstehen, und die Kreuzung Hans-Ort-Ring/Zum Flughafen wird mit einer weiteren Einbiegespur versehen. Der Olympiaring wird in einigen Jahr in einem Bogen weitergebaut und um das Wohngebiet Herzo Base herumführen.

Bei der Anhörung im Sitzungssaal gab es weder Kritik noch Änderungswünsche. Hacker und Wettstein forderten trotzdem dazu auf, etwaige Änderungswünsche oder Vorschläge schriftlich einzureichen, denn diese werden bei der zweiten Auslegung in begründeten Fällen berücksichtigt.