Die Hannberger Partnerpfarreien in Uganda sollen davon profitieren, dass es den Hannberger Hauptschulzweig nicht mehr gibt. Doch die nicht mehr gebrauchten Geräte nach Uganda zu bringen, ist eine logistische Meisterleistung, inklusive dem vielen Papierkram.

Der Heßdorfer Bürgermeister Horst Rehder (BB) begleitete vor einem Jahr die Delegation aus den Pfarreien Hannberg und Adelsdorf in die Partnerpfarreien nach Uganda. Wie Marga Lauer vom Sachausschusses "MEF" (Mission Entwicklung und Frieden) der Hannberger Pfarrei erzählte, wurde damals in Busagala (Diözese Masaka) ein Bildungszentrum eingeweiht. "Da ist ja nahezu nichts drin, wie soll da Wissen vermittelt werden?", fragte der Bürgermeister und hatte auch gleich eine Idee.

Da in der Hannberger Schule der Hauptschulzweig wegfiel, wurde auch die Ausstattung des Physik- und Werkraumes überflüssig.


"Bevor wir das entsorgen, schaffen wir das nach Uganda", entschied Heßdorfs Bürgermeister Rehder spontan.

Mit den Verantwortlichen des Bildungszentrums wurde abgesprochen, was gebraucht werde. "Wir wollen keine Sachen schicken, die vielleicht überhaupt nicht gebraucht werden", erklärte dazu Marga Lauer.
Also wurde in der Schule ausgeräumt und sortiert. Und da Uganda nicht um die Ecke liegt, bedeutete dies eine aufwendige logistische Aufgabe. Die teils empfindlicheren Geräte und Werkzeuge mussten bruchsicher verpackt werden. Darum kümmerten sich Altbürgermeister Friedrich Hückel und Josef Lunz sowie weitere Helfer. Passende Kisten mussten gefertigt werden, damit unter anderem Projektoren und elektrische Geräte auf der langen Reise nicht zu Bruch gehen und die bürokratischen Hürden mussten genommen werden.


Hilfe von anderen Helfern

"Einen eigenen Container zu füllen und auf die Reise zu schicken, ist für uns unbezahlbar", erklärte Lauer und suchte einen bezahlbaren und sicheren Transportweg. Den fand sie bei der Sammelzentrale Aktion Hoffnungin Laupheim (Arbeitsgemeinschaft Missions- und Entwicklungshilfe). Diese Organisation schickt mehrmals Container nach Afrika und die Hannberger mieteten drei Kubikmeter der Container. Allerdings ist es nicht damit getan, Waren und auch Spenden einfach in einen Container zu laden. Das muss zum einen angemeldet, genehmigt sowie geprüft und abgenommen werden, also jede Menge Papierkram. Beim Verladen hatte Marga Lauer die Ladeliste bei der Hand. Jede Kiste und jeder Karton musste nummeriert und in der Liste eingetragen sein.


Die Platzmiete im Container übernimmt der Arbeitskreis MEF.

"Ganz umsonst soll es auch für die Partner in Uganda nicht sein, sie müssen den Transport unserer Kisten und der Schultafeln auf dem afrikanischen Kontinent übernehmen", erklärte Lauer. In Heßdorf wurde neben der Schulausstattung auch medizinisches Material für die Krankenstation verladen und auf den Weg nach Laupheim geschickt.


Die Geschichte einer langjährigen Verbindung zwischen Uganda und der Pfarrei Hannberg Geburt Mariens

Anfang Seit 1995 unterstützen Menschen der Pfarrei Hannberg und der Pfarrei Adelsdorf Gemeinden in Masaka. Die Koordinierung läuft über die Entwicklungseinrichtung Caritas Maddo in Masaka. Im Oktober 1994 ist unter der Federführung von Hermann Maar über Baptist Johannes Matovu der erste intensive Kontakt zwischen Hannberg und Uganda entstanden.

Was gemacht? Brunnenbohrungen, Büchergeld, Kaffeemuttergarten, Eukalyptuswälder, Hallenbau, Ziegenprojekte: In den vergangenen Jahren haben die Pfarreien Hannberg und Adelsdorf schon etliche Projekte zusammen mit Caritas Maddo und den Bewohnern in den Pfarreien Mbirizi und Busagula verwirklicht.

Planungen Auch in diesem Jahr wird am 28 Juli wieder eine Delegation nach Uganda reisen und sich fertiggestellte Projekte anzusehen und unter anderem auch das Priesterjubiläum Father Peter zu feiern.


Wer möchte im Sommer mit nach Uganda fliegen?


Vom 28. Juli bis 7. August reisen Freiwillige aus Hannberg und Umgebung erneut in die Partnerpfarreien nach Uganda. Für kurzentschlossene Interessierte ist noch ein Platz in der Reisegruppe frei. Freiwillige können sich gerne an Stefan Reif unter stefan-reif@web.de oder über 0176722866069 melden.

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