Bis zum Jahresende soll sich die Weisendorfer Ortsdurchfahrt in einem völlig neuen Anblick präsentieren. Um den dritten Bauabschnitt mit dem Bau des Kreisverkehrs und dem Ausbau der Auracher Bergstraße bis zur Trafo-Station bei der Feuerwehr noch in diesem Jahr abschließen zu können, wurde jetzt im Gemeinderat ein Beschluss aus der Januarsitzung aufgehoben.
Am 21. Januar war beschlossen worden, die Sanierung der Wasserversorgungsanlage in der Erlanger Straße durchzuführen, nun legte Bürgermeister Alexander Tritthart (CSU) eine Änderung vor. In Absprache mit dem Staatlichen Bauamt wird die Sanierung der Erlanger Straße vorerst zurückgestellt. In diesem Zusammenhang lobte der Bürgermeister die Kooperation mit der Behörde und insbesondere mit Abteilungsleiter Ulrich Lang. "Auf Herrn Lang ist Verlass.
Wenn er eine Zusage macht, dann kann man sich darauf verlassen." So sei es nach intensiven Verhandlungen vereinbart worden, dass die Weisendorfer Ortsdurchfahrt von Süd nach Nord bis Ende des Jahres fertiggestellt sein wird. Tritthart und die Verwaltung erreichten, dass neben dem bereits beschlossenen Kreisverkehr an der Kreuzung Höchstadter Straße/Hauptstraße zusätzlich die Fahrbahn in Richtung Süden saniert wird, eine neue Fußgängersignalanlage barrierefrei umgerüstet und auch die dortige Bushaltestellen neu gestaltet werden.

Der Freistaat zahlt

Die komplette Ausschreibung übernimmt der Markt Weisendorf, die Kosten der Baumaßnahme außer für den Kreisverkehr werden vom Freistaat Bayern erstattet. Für diese Maßnahme waren drei Beschlüsse des Gemeinderates notwendig. Während es zur Sanierung der Auracher Bergstraße und zur Ausschreibung keine Diskussion gab, schieden sich bei der Ausschreibung für den Ausbau des östlichen Gehweges und der angrenzenden Parkbuchten die Geister.
Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen beantragte den Wegfall des Parkstreifens und einen breiteren Gehweg. Um das Ganze noch komplett zu machen, weil in diesem Bereich zu schnell gefahren wird, wollte Christiane Kolbet von den Grünen einen Verschwenk der Straße. Der Antrag wurde abgelehnt, nachdem Bürgermeister Tritthart dazu eine ausführliche Stellungnahme abgegeben hatte. Er vertrat die Meinung, dass nach dem Ausbau mit dem Kreisel und dem Fußgängerübergang schon eine optische Bremse vorhanden sei. Der Bürgermeister warnte auch davor, den Parkstreifen aufzulassen, denn das Ärztehaus, das Hotel und ein Büro brauchen diese Parkflächen.
Norbert Maier (Grüne) sah das anders, schließlich würde es ringsum genügend Parkplätze geben. Maier ließ sich auch nicht von seiner Meinung abbringen, als mehrmals darauf hingewiesen wurde, dass die Parkplätze alle privat seien und es die Eigentümer das Parken eben dulden würden. Mit den Worten: "Ich kann ihrer Argumentation, dass es zu wenig Parkplätze gibt, nicht folgen", meinte Maier und verwies auf Dauerparker. Die Verwaltung will dazu die Begrenzung einer Parkdauer prüfen, die dann auch kontrolliert werden muss.