Aus ganz Deutschland zog es am Wochenende Freunde von elektronischer Musik an den ansonsten beschaulichen Weiher bei Poppenhof. In dem Weiler, der zu Herzogenaurach gehört, stieg von Donnerstag bis Sonntag das Open Beatz Festival 2015. Bei nahezu tropischen Temperaturen feierten die rund 10.000 Gäste bis zur Ekstase.

Neben dem Konzertgelände stand, wie es sich für ein Festival gehört, ein Zeltplatz für die Besucher bereit.
Auftakt der Veranstaltung war am Donnerstag. Ab 17 Uhr stieg die Vorparty auf dem Zeltplatz, die den meisten Ravern als Aufwärmphase für die kommenden Tage diente. Hier sorgten bereits die ersten Disc-Jockeys auf der "Campinggroundstage" für ausgelassene Stimmung.


92 Discjockeys

Das Festivalgelände öffnete am am nächsten Tag ab 10 Uhr. Auf drei Bühnen zeigten insgesamt 92 DJs, die aus elf verschiedenen Nationen gekommen waren, ihr Können. Wie eine Großstadt mit zahlreichen Wolkenkratzern war die "Mainstage" aufgebaut, bei der sich die meisten Besucher aufhielten. Doch auch die "Lakestage" direkt am Weiher und die "Circusstage" im Inneren fanden großen Anklang. Auf jeder Bühne erwartete die Besucher ein anderer Musikstil.

"Open Beatz ist Süddeutschlands einziges elektronisches Vier-Tages-Festival, das alle Genres der elektronischen Musik abdeckt", sagte Florian Gebauer vom Veranstalter. Highlights des Festivals waren die Produzenten W&W, R3hab und Ummet Ozcan, die auf den Plätzen 17, 23 und 31 der internationalen DJ-Charts rangieren.
Mit ihren Laser- und Pyroshows machten die DJs die Nacht zum Tag und so feierten die Besucher Freitagnacht bis 2 Uhr. Doch nicht einmal dies sollte den Hartgesottenen reichen, auf dem Zeltplatz ging die Party bis spät in die Nacht weiter.

Am Samstag begann die Musik ebenfalls um 10 Uhr zu spielen, bei den meisten Festivalgästen zeigten sich jedoch erste Nachwirkungen der vorangegangenen Nacht und so war das Gelände bis zum frühen Nachmittag verhältnismäßig spärlich besucht. Doch auch am zweiten Festivaltag zeigte sich der fränkische Himmel von seiner besseren Seite.

Gegen die heißen Temperaturen bauten die Veranstalter eine Wasserrinne mit kostenlosem Wasser auf, nach dem wilden Tanzen für viele Besucher eine willkommene Abkühlung. Und auch ansonsten hatten die Veranstalter an vieles gedacht: In regelmäßigen Abständen fuhr ein Shuttlebus in Richtung Puschendorfer Bahnhof ab.


Riesenrad

Und auch neben der Musik gab es für die Festivalgäste etwas zu erleben: Am Poppenhofer Weiher reckten sich ein Riesenrad und ein Kran zum Bungee Jumping in die Höhe. Zum Ausspannen ging es für die Raver in die Wasserpfeifen-Bar, gegen Hunger und Durst standen zahlreiche Essensstände bereit.

Zum Nachmittag hin nahm das Festival dann wieder Fahrt auf, von der langen Nacht am Tag zuvor war nun nichts mehr zu spüren. Wie in Ekstase tanzten die Festivalbesucher wieder bis 2 Uhr zu den Bässen und Lichteffekten der DJs.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete der Sonntag, auch hier spielte die Musik bis 16 Uhr. Nun ließ aber bei den meisten Besuchern die Energie nach. Nachdem diese ihre Zelte abgebaut hatten, ging es für die meisten direkt nach Hause, denn es gab ja jede Menge Schlaf nachzuholen. Bei dem Großteil der Festivalbesucher kam das Open-Beatz-Festival aufgrund der verbesserten Organisation und der vergrößerten Bühne noch besser an als im vergangenen Jahr, konnte man den Reaktionen entnehmen.