In Oberreichenbach stehen einige Sanierungen an: In der Gemeinderatssitzung vergangenen Montag waren Abwasserkanäle und ein demoliertes Bushäuschen wichtige Themen.

Derzeit läuft eine Beurteilung der Oberreichenbacher Entwässerungskanäle: Risse, Ablagerungen, eingewachsene Wurzeln, Brüche und Versatz von Rohren wurden bei der unterirdischen Befahrung mit Kameras festgestellt. Andreas Zacherl vom Ingenieurbüro GBi aus Herzogenaurach empfiehlt jedoch, mit der Sanierung noch zu warten: "Wir haben keine Schäden entdeckt, die sofortiges Handeln erfordern. Ich schlage vor, dass wir die Befahrung abschließen, die Sanierungen jedoch erst im Herbst beginnen."

Grund dafür ist die aktuelle Corona-Krise, die eine Einstellung des Förderprogramms RZWas bewirkt hat. Die Gemeinde hatte vor, sich für dieses Förderprogramm zu bewerben. Mit nur einer Gegenstimme bewilligte der Gemeinderat den Vorschlag des Fachmanns, der einen Kostenpunkt von 150 000 Euro bis 250 000 Euro für die Reparaturen des Entwässerungssystems erwartet.

Fachwerk soll erhalten bleiben

Eine andere Sanierung kann jedoch nicht warten: Das Bushäuschen am Oberreichenbacher Ortseingang wurde zum wiederholten Male beschmiert und Teile das Fachwerks wurden herausgetreten. Bürgermeister Klaus Hacker (FW) stellte verschiedene Bauweisen vor: von modernen Glashäuschen bis zum Bau aus Holz. Die Mehrheit der Gemeinderäte stimmte jedoch für die Erneuerung des Fachwerks, da dies besser zum Ortsbild passe. Heiko Kurzmann, CSU-Gemeinderat und Zimmerer, schätzte einen Betrag von 5500 Euro für diese Renovierungsarbeiten.

Anschließend stimmte der Gemeinderat über die Verteilung der Elternbeiträge der Kindertagesstätten ab, die durch die Corona-Krise nur mit Notbetreuung agierten. Das entstandene Defizit von knapp 10 000 Euro soll unter den Eltern der Kinder, die Notbetreuung in Anspruch nahmen, und der Gemeinde aufgeteilt werden: Die Gemeinde trägt hierbei mit 5500 Euro den etwas größeren Teil. Es wurde beschlossen, die Elternbeiträge nach Tagessatz abzurechnen, um den Eltern entgegenzukommen.

Zuletzt stellte Landschaftsarchitektin Katrin Nißlein verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für Baumbestattungen in Oberreichenbach vor. Dafür bietet sich die Grünfläche neben dem Friedhof an, die dementsprechend angelegt und eingezäunt werden müsste. Der Gemeinderat will zu einem späteren Zeitpunkt über die genaue Gestaltung entscheiden.