"Keine Chance, sagte Scott zu sich selbst. Du bist fertig. Du müsstest etwas vollkommen Irres tun, um hier noch zu gewinnen. Wie irre? Einfach neu anfangen. So tun, als wärst du gerade aufgewacht und hättest noch gar nicht angefangen zu laufen." Ja, das hat Scott dann auch gemacht. Er stand auf und gewann das Rennen. Im Übrigen - wen es interessiert - in 24 Stunden und 36 Minuten schaffte er die 217,26 Kilometer lange Strecke zu absolvieren.

Und ich mache mir Gedanken wegen einem Krampf in der Wade und 42 Kilometern? An dieser Stelle sei dem Weisendorfer Oliver Brehm - der läuft selber mit seiner Titan-Gruppe mit und auch in Frankfurt- ein Dank ausgesprochen. Denn der lieferte mir vor dem Urlaub das Buch "Born to run" von Christopher McDougall als Motivationslektüre. Dort steht die oben zitierte Stelle neben vielen anderen Läufererlebnissen. Wahre Begebenheiten!

Vielleicht wusste Brehm, dass diese Motivation irgendwann von Nöten werden würde. Auch wenn ich zugeben muss, dass die beiden Bier (von dem zweiten dürfen sie meiner Frau zwecks den 20 Euro aber nichts erzählen) an der griechischen Bar hervorragend geschmeckt haben.

Wie dem auch sei: Das Buch ward nach dem Krampf und dem Flug zurück nach Deutschland gelesen. Bereits am nächsten Morgen juckte es in den Füßen, am Freitag stand der Erlanger Nachtlauf auf dem Programm. 11,5 Kilometer in einer Stunde und fünf Minuten - persönliche Bestleistung.

Also: Nix war's mit dem Einbruch des FT-Marathonmanns. Die fehlenden Kilometer werden nachgeholt. Das hieß, neben dem Nachtlauf auch gut 45 Kilometer nachzuholen. Jetzt stehen bis zum 28. Oktober noch 498 Kilometer auf dem Programm.

Am Samstag, 15. September, geht es mittags auf den Arcadenlauf. Wieder zehn Kilometer, die durch die Mönau gehen. Ich bin optimistisch, dass mich in diesem Falle, nicht wie im Nachtlauf, dauernd zehnjährige Steppkes überholen und dabei angrinsen. Das ist nämlich deprimierender als eine Verletzung. Noch ein Dank an dieser Stelle an die Kommentatoren auf www.facebook.de/ftmarathonmann . Dank an diejenigen, die an mich geglaubt haben und mir Mut zugesprochen haben, aber auch Dank an diejenigen, die geschrieben haben: "Jetzt wird er wieder normal..." Das war die echte Motivation.



Achtung! Achtung!


Gemeinsam laufen,auf geht's!
Nächste Woche, sind Sie liebe Leserinnen und Leser gefordert: Laufen Sie einfach mal mit.

Wann? Es gibt zwei Daten. Einmal am Dienstag, 18. September um 18 Uhr - oder am Freitag um 8.15 Uhr.

Wo? Am DLRG-Haus Dechsendorfer Weiher in dechsendorf. Das liegt an der Ecke Naturbadstraße/Campingstraße.

Wie schnell? Langsam - der FT-Marathonmann ist kein Eilzug.

Wie weit? Eine Runde um den Weiher hat vier Kilometer - maximal drei Runden werden gelaufen.