An einen Spatenstich hatte Bürgermeister German Hacker jetzt nicht zwingend gedacht. Ihm ging es in der Presseeinladung darum, auf den Start eines Projekts aufmerksam zu machen, das den Ortsteil Niederndorf verändern wird. Auf einem knapp drei Hektar großen Gelände am Behälterberg beginnen nämlich die Erschließungsarbeiten für ein neues Wohngebiet.

Dort entstehen auf einem ehemaligen Ackergelände maximal 45 neue Wohneinheiten. Geplant sind Einfamilienhäuser ebenso wie Doppelhäuser. Etwa 120 Menschen könnten dort ein neues Zuhause finden, wie Hacker sagte.

Als er sich mit seinem Bauamtsleiter Gerhard Merkel, den beiden Planern Bernd Ernst und Christian Siebenhaar vom Büro GBI sowie mit Werner Kehn von der beauftragten Baufirma vor Ort traf, standen dann plötzlich doch ein paar Spaten bereit. Irgendwer musste die dort doch aufgestellt haben, wurde schmunzelnd kommentiert. Also gab's zu Jour fixe und Pressegespräch halt auch noch schnell einen angedeuteten Spatenstich.

5000 Kubikmeter Humus sind auf dem 29 100 Quadratmeter großen Areal abgeschoben worden. Diese Arbeiten hat die Burgebracher Baufirma Kehn erledigt. Ein Teil des Bodens wird wieder verwendet, wie Bauamtsleiter Merkel sagte, der Rest wird entsorgt. Außerdem wurde das Areal gerodet und von Buschwerk und einzelnen Bäumen befreit. Eine Neuanpflanzung ist vorgesehen.

Der Zeitplan sieht vor, dass in diesem Jahr die Kanäle und Wasserleitungen verlegt werden und 2018 dann die letzten Vorbereitungen erfolgen. Somit könne nach der Sommerpause 2018 mit dem Bau des ersten Hauses begonnen werden, stellten die Experten vor Ort in Aussicht.

Als erstes muss eine Baustellenstraße gebaut werden. Denn der tiefe Lehmboden über dem Fels könnte, wenn er sich mit Wasser vollsaugt, durchaus für längere Verzögerungen sorgen. Das aber will man umgehen. Planer Ernst hat Erfahrungen mit dem "Aurachgrundgold". Auf irgendwelche Überraschungen lässt er sich gar nicht erst ein.

Bauamtsleiter Merkel steuerte noch ein paar Zahlen bei. 1,7 Kilometer Kanalrohre werden verlegt (Durchmesser 1,50 bis drei Meter), dazu gibt es 1,6 Kilometer Graniteinfassungen für die Straßen, also Bordsteine. Knapp 5000 Quadratmeter Bitumen sind eingeplant, also asphaltierte Fläche.