Heinrich Dollinger hat schon viel ausprobiert, um "sein" Lokal in der Kellergasse mit Leben zu erfüllen. Doch nach der Renovierung der Räumlichkeiten vor sechs Jahren war ihm das Glück nicht hold. Zu kurz blieben die jeweiligen Pächter im Bistro, so dass sich Dollinger erneut auf die Suche nach einem Wirt macht.

Die Diskussion um das Lokal, das in früheren Jahren immer das "Central" im Namen trug und zuletzt "Downtown" hieß, ist nach der letzten Schließung wieder aufgekeimt. Knapp zweieinhalb Jahre führten zwei Wirte dort ein gut gehendes Lokal, das mittags und abends unterschiedliche Namen trug und auch unterschiedliche Gäste ansprach.
Junge Leute hatten sich im FT-Bericht "Ein neues Downtown muss her" dafür ausgesprochen, dass ein solches Lokal in Herzogenaurach wieder aufgegriffen werden sollte.

Für Heinrich Dollinger, dem das Anwesen gehört, tun sich da durchaus Möglichkeiten auf. So werde er selbst ständig darauf angesprochen, wie es denn in dem Lokal "Central", das übergangsweise auch "Timeout/Downtown" genannt wurde, weitergehen soll, sagte er. Dollinger könnte sich sogar einen Ideenwettbewerb vorstellen. Warum sollten sich die Herzogenauracher nicht einbringen, schlägt er vor. Und Vorschläge machen, welches Konzept ihnen denn für einen Weiterbetrieb des "Central" gefallen würden.

Was die Argumente der jungen Gäste im "Downtown" angeht, seien diese für ihn nachvollziehbar. Dollinger legt aber auch Wert auf die Feststellung, dass die Kneipe eine Alternative zum "Rabatz" aber aus verschiedenen Gründen nicht sein konnte. Denn "im ursprünglichen Konzept war davon auch nicht die Rede". Die Konzession für den Gartenbetrieb sei auf 22 Uhr beschränkt gewesen. Und selbst 23 Uhr würde nicht dem Bedarf der jüngeren Gäste entsprechen, die sich gerne auch mal länger im Freien aufhalten möchten.

Der letzte Abend im "Downtown" sei übrigens nicht so friedlich zu Ende gegangen, "wie sich das der Pächter und ich gewünscht haben". Denn die doppelte Sicherheitsverglasung der Eingangstüre wurde eingeschlagen und die Türklinke abgebrochen, berichtet Dollinger.

Die Zukunft betreffend, könnte er sich vorstellen, dass bei der Neuplanung der Schütt ein entsprechendes Konzept umgesetzt werden könnte. Der Busbahnhof sei ja ohnehin ein beliebter Treffpunkt der jungen Menschen. "Ohne Denkverbot", so der Herzogenauracher weiter, könnte auch überlegt werden, eine mögliche Alternative zum "Rabatz" auf der Herzobase und/oder im Lohhof zu realisieren, weil viele der in Frage kommenden Gäste ohnehin nicht in der Innenstadt wohnen.

Was die Gastronomie angeht, so sei in der Innenstadt durchaus ein Angebot vorhanden. Im Garten des "Roten Ochsen" sei es gemütlich, und "Ratskeller", "Herzo-Bar" und "Kreis'l" bieten laut Dollinger allesamt einen Barbetrieb, zum Teil mit Livemusik.