"Ich bedauere es daher sehr, dass der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) diesem außerordentlich wichtigen verkehrspolitischen Projekt den Todesstoß versetzt hat. Die Beerdigung des Projekts Südumgehung durch den Innenminister ist eine vorwiegend politische Entscheidung", distanziert sich Landtagsabgeordnete Christa Matschl (CSU) in einer Stellungnahme von dieser Entscheidung.

Die Südumgehung "scheitert nicht nur an naturschutzrechtlichen Hindernissen, sie scheitert vor allem am fehlenden Willen und Mut des Bayerischen Innenministers das Projekt durchsetzen zu wollen". Das wirft Matschl den Entscheidungsträgern vor. Sie weist nachdrücklich darauf hin, dass eine Ausnahmegenehmigung zum Bau im Vogelschutzgebiet möglich ist "aus zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses" und außerdem "zumutbare Alternativen, den mit dem Projekt verfolgten Zweck an anderer Stelle ... zu erreichen, nicht gegeben sind".

Die nun erfolgte "verheerende verkehrspolitische Entscheidung ist nicht allein für die Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Gemeinden eine Katastrophe, damit verliert auch das gesamte östliche Erlanger Oberland und auch die benachbarten Gemeinden im Landkreis Forchheim die Möglichkeit auf Dauer eine leistungsfähige Verkehrsanbindung nach Erlangen zu bekommen". Gerne würden die beiden Projekte Südumgehung und Stadt-Umland-Bahn gegeneinander ausgespielt. Die Stadt-Umland-Bahn werde aber die Verkehrsprobleme im östlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt nicht alleine lösen können.