Im Rahmen der Städtepartnerschaftsjubiläen der drei Städte legen die Läufer und Radler eine Strecke von rund 1200 Kilometer in vier Ländern zurück. 22 Sportler aus Alzey, 33 aus Josselin und 20 aus Tard gingen in acht Lauf- und zwei Radteams sowie einer Walking-Gruppe an den Start. "Europa wächst immer mehr zusammen und wird durch den Austausch zwischen Partnern konkret erfahrbar. Grundlage und Kern der europäischen Integration ist der Austausch und Dialog unter den Menschen", erklärte einer der Organisatoren, Holger Heinritz aus Alzey.

So habe die Idee der Städtepartnerschaften erheblich dazu beigetragen, die Verständigung der europäischen Völker voranzutreiben. Darin waren sich Renate Schroff, Holger Heinritz, Jean-Yves Moisan aus Josselin und der Ungar Tibor Kleszo einig. "Ein gemeinsames Europa wird erst durch Begegnungen lebendig und wahr", erklärte Schroff bei der Begrüßung.

Im Sinne dieser großen Idee organisierten die Läufer der Laufgruppe Fröhliche Relayeurs Alzey-Josselin, kurz FRAJ genannt, nunmehr zum dritten Mal einen Partnerschaftslauf. Dieser wird anlässlich der Jubiläen 40 Jahre Partnerschaft zwischen Alzey und Josselin und 10 Jahre Partnerschaft zwischen Josselin und Tard durchgeführt.

Die deutsch-französisch-ungarische Gruppe startete ihren diesjährigen Lauf in Tard und kam über Kyjov (Tschechien) nach Herzogenaurach, um weiter nach Alzey zu laufen. Dort fand ein großes Partnerschaftswochenende statt.

"Viele Geschichten der Freundschaft haben die Läufe begleitet. Es bleibt noch ein weiter Weg zurückzulegen, um unsere Verbindungen gegenüber der Jugend noch mehr zu festigen", erklärten Tibor Kleszo und Jean-Yves Moisan. So sei der Staffellauf Tard-Alzey-Josselin sein "großes Symbol und starkes Zeichen der Partnerschaft".
In Herzogenaurach übernachtete die Gruppe in der Turnhalle der Carl-Platz-Schule. Allerdings dürften sie von Herzogenaurach wenig gesehen haben, denn nach dem Frühstück um 6 Uhr im Café Römmelt ging es weiter nach Alzey.

Die Delegation sah es als Ehre an, in Herzogenaurach offiziell empfangen zu werden. "So werde eine gedankliche Entfernung erst durch solche Begegnungen verkürzt", meinte dazu Jean-Yves Moisan. Renate Schroff erzählte auch von der Städtepartnerschaft mit Sainte-Luce-sur-Loire und von den sportlichen Begegnungen mit den französischen Freunden.

Dabei stellte sich heraus, wie klein die Welt doch ist. Holger Heinritz kennt das Frankenland ganz gut, er absolvierte sein Medizinstudium in Erlangen und dem Ungarn Tibor Kleszo ist Herzogenaurach auch nicht wirklich unbekannt, denn er ist bei Schaeffler in Tschechien beschäftigt.