Helga Kuno, eine Bewohnerin des Liebfrauenhauses, fragte nach: "Müssen alle Firmlinge aus St. Magdalena ein Instrument spielen können?". Obwohl das Instrumentenspiel keine Voraussetzung für die Anmeldung zur Firmung ist, konnte dieser Eindruck entstehen, als sie Besuch von jungen Katholiken bekamen. Die Firmlinge aus der Innenstadtpfarrei wollten den Senioren einen Einblick in die Vorbereitungen auf das kirchliche Fest geben.
Die Mitglieder der Firmgruppe setzten sich unter Leitung von Vivian Castello Branco Widuch und Christine Rittmaier-Matzick intensiv mit dem "Heiligen Geist" auseinander. Die Jugendlichen wollten zeigen, dass ihnen das Gemeindeleben wichtig ist und sich mit einem sozialen Projekt in der Pfarrgemeinde einbringen.

"Ich lese gerne", sagte Vanessa Müller und suchte sich das Märchen vom Rotkäppchen aus, das sie zur Freude der Zuhörer im Liebfrauenhaus spannungsvoll vortrug. Nach einer Einführung von Sandro Gulden moderierte René Karbacher souverän und charmant die etwa einstündige Veranstaltung und bezog immer wieder die Akteure und Zuhörer in seine Ausführungen ein.


Luca spielt Fagott


"Kennen Sie dieses Instrument?" fragte er die Zuhörerinnen und Zuhörer, bevor Luca Cesano sein Stück "Zigeunerweise" auf dem Fagott vorspielte. Bekannter war die Klarinette, auf der Miriam Matzick ein Stück aus der Zauberflöte vortrug. Richtig lebendig wurde es im Festsaal des Liebfrauenhauses, als Nicolai Ort sein Stück "Big Band Boogie" auf dem Klavier spielte. Carolina Castello Branco Widuch erfreute die Zuhörer mit zwei Stücken auf der Querflöte, bevor Miriam Matzick noch einen Walzer auf dem Klavier zum Besten gab.

Damit aber auch die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv werden konnten, sangen die Jugendlichen und die Bewohner gemeinsam einige Frühlings- und Volkslieder.


Helga wird bald hundert


"Sehr schön habt ihr das gemacht", lobte Kunigunde Kreiner, eine Bewohnerin, die sich freute, als ihr zum Abschluss Vanessa Hußenether aus ihrer früheren Nachbarschaft in Hauptendorf eine weiße Rose als Erinnerung an den Besuch überreichte. Und Helga Kuno, die Oma des Herzogenauracher Bürgermeisters, die sich auf ihren baldigen 100. Geburtstag freut, lobte das Engagement der Kinder und beschenkte ihrerseits die Jugendlichen mit Erzählungen aus ihrem reichen Schatz an Lebenserfahrung.

Nicolai Ort fasste das Projekt in einem Bild zusammen: "In unserem Projekt ist das gleiche passiert wie bei der Herstellung von Popcorn", sagte er und erklärte: "Am Anfang waren wir klein und unsicher. Mit unserem Projekt haben wir die harte Schale geknackt und haben das, was in uns steckt, nach draußen gebracht. Es hat nur ein bisschen Mut dazugehört." CRM