Das Leben von Elise und Karl Friedlein war geprägt von viel Arbeit, der große Hof am westlichen Ende des Herzogenauracher Ortsteiles Zweifelsheim (Landkreis Erlangen-Höchstadt) beherbergt 150 Stück Großvieh. Die Milchkühe und deren Nachwuchs wollen jeden Tag versorgt sein, das Ehepaar unterstützt Sohn Werner, der mit seiner Familie den großen Hof bewirtschaftet. Auf die Frage, welche Hobbys Elise und Karl haben, die Pfingsten ihre Diamanthochzeit feiern, müssen sie lachen. "Unser Hobby ist dort draußen und steht drüben im Stall."
"Doch, ich habe ein Hobby", verbesserte Karl Friedlein, "Traktor fahren und noch lieber Auto fahren, ich fahre leidenschaftlich gerne Auto", schiebt er nach. Deshalb freuen sie sich immer auf eine Fahrt zu Sohn Heinz, der in Mühldorf wohnt und auch nach Neumarkt zur Tochter fahren sie immer gern.
Die Ehefrau, eine geborene Hofmann, stammt ebenfalls aus Zweifelsheim. Sie ist die Tochter des ehemaligen Bürgermeisters. Die Diamanthochzeiter kannten sich schon als Kinder.
So war ihr bisheriges Leben von Arbeit geprägt, bei Karl Friedlein kommen auch noch die Kriegsjahre hinzu. Mit einem Kameraden aus seiner Einheit machte er sich bei Kriegsende zu Fuß auf den Weg in Richtung Heimat.
Sie liefen am 8. Mai in Wien los und Karl Friedlein kam am 24. Mai in Zweifelsheim an. Das ist das Datum, das die beiden Jubilare 1952 für ihre Hochzeit festsetzten.
Einige Jahre war Karl Kommandant der Feuerwehr und er wurde in den Gemeinderat, als Zweiter Bürgermeister der damals selbständigen Gemeinde gewählt.
Anfang der 60er Jahre siedelte das Paar mit dem Hof an den Ortsrand, nahe der beiden Windräder.
Um dem ehemaligen Kommunalpolitiker zu gratulieren, kamen auch Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff und der stellvertretende Landrat Manfred Bachmayer. Lange hat das Kaffeetrinken sicher nicht gedauert. ""ir müssen dann wieder in den Stall", erinnerte die Jubilarin.