Wohlgemerkt nicht bei sich selbst, jedoch bezüglich eines geplanten Bauprojekts in der Eichendorffstraße, mit Blick auf die Nachbarn. Denn das Vorhaben falle durch seine Massivität auf, sagte er in der letzten Sitzung des Bauausschusses.

An der Ecke zur Karl-Bröger-Straße soll ein Mehrfamilienwohnhaus mit Tiefgarage errichtet werden. Zehn Wohneinheiten sollen in dem stattlichen Objekt entstehen. Gebaut werden darf in zwei Geschossen plus Dach.

"Der Bebauungsplan gibt das her", sagte Susanne Strater vom Planungsamt der Stadt. Auch für den erforderlichen Spielplatz sei ausreichend Fläche vorgesehen. Bürgermeister German Hacker (SPD) führte aus, dass diese Größe auch schon jetzt gegeben sei. Bisher steht dort nur, ein Haus, das abgerissen werden soll.

Körner verwies darauf, dass der geplante Bau nun "komplett anders" werde. Bürgermeister Hacker sah das unkritisch. Auch in der Umgebung habe man schon größere Baukörper, wie ein paar hundert Meter weiter in der Karl-Bröger-Straße. Das geplante Objekt sei in der dortigen Lage also keine Ausnahme.

Dem Bauausschuss lag unter anderem noch ein Bauvorhaben der Lebenshilfe vor. In einem Ergänzungsbau für eine tiergestützte Therapie in der Einsteinstraße soll noch eine Voliere errichtet werden. Ein Beschluss war nicht erforderlich, da die Pläne unter die Genehmigungsfreistellung fallen. Auf dem Gelände der Heinrichsmühle soll eine Werkhalle umgebaut werden, so dass eine Wohnung entsteht. Der Bauausschuss hatte nichts einzuwenden, Bürgermeister German Hacker bezeichnete das Vorhaben "zweifellos richtig und gut". Er reagiert auf Lückenschlüsse und Nachverdichtung stets sehr positiv.

Hinter der Aral-Tankstelle in der Erlanger Straße soll ein Wohnhaus energetisch saniert und umgebaut werden. In der Max-Planck-Straße im neuen Gewerbegebiet an der Bamberger Straße wird ein Bürogebäude mit Schulungsräumen und Warenlager errichtet. Es ist ein ehemals städtisches Grundstück, wie der Bürgermeister informierte, das von einem Herzogenauracher Unternehmen gekauft worden sei.

Unter all den Freistellungen und Zustimmungen - es waren insgesamt 22 Bauvorhaben - gab es eine einzige Ablehnung. Das betraf eine Pergola in der Bertha-von-Suttner-Straße. "Aufgrund der fehlenden Nachbarunterschriften kann eine abweichende Abstandsfläche nicht befürwortet werden", heißt es hierzu in der Begründung. Weshalb man so viel Wert auf fehlende Unterschriften lege, wollte Konrad Körner (CSU/JU) wissen. Diese seien doch bisher meist nur ein Indiz, aber kein Ausschluss-Gegenstand gewesen. Bei Abstandsflächen sei das strenger geregelt, erläuterte daraufhin Susanne Strater vom Planungsamt.