Organisiert wurde die Veranstaltung von Claudia Müller und Helmut Bayer vom Amt für Kinder, Jugend und Familie. Die Jugendreferentin des Sängerkreises Forchheim-Erlangen stellte mit den jungen Teilnehmern ein Sehens- und hörenswertes Programm zusammen.

"Singen ist grenzüberschreitend und gehört zur menschlichen Entwicklung", erklärte der Landrat bei seiner Begrüßung, so waren auch Chöre aus Oberfranken nach Großenseebach gekommen. Den Kindern war die Freude und Begeisterung förmlich anzusehen und der Funke sprang von der Bühne sofort auf das Publikum über.
Lampenfieber war bei den Kindern eigentlich nicht zu spüren, schließlich haben schon die Jüngsten Bühnenerfahrung in ihren Heimatgemeinden gesammelt.

Mittendrin: Kameramann Julian. Der Zwölfjährige aus Herzogenaurach hielt das gesamte Konzert auf Video fest, schließlich sang seine Schwester im Mädchenchor St. Magdalena. Die Frage nach Aufregung oder Lampenfieber beantwortete die vierjährige Tamia von den Seebachspatzen ganz cool, "Nö. Warum, wir singen doch öfter" und wurde von der fünfjährigen Johanna mit einem Kopfnicken bestätigt. Bekanntlich setzt sich Landrat Eberhard Irlinger seit Jahren dafür ein, dass in den Grundschulen und Kindertagesstätten wieder mehr Gesang und Musik in den Mittelpunkt rückt.


Gespanntes Warten auf den Auftritt



Die Kinder der teilnehmenden Chöre, die Seebachspatzen aus Großenseebach, der Kinderchor Germania Weingarts, der Kinder- und Jugendchor Cäcilia Heroldsbach, die Evi' Singers Heroldsbach und der Jugendchor der Kantorei St. Magdalena aus Herzogenaurach, warteten derweil schon gespannt auf ihren Auftritt.

Allerdings war Landrat Irlinger sichtlich darüber verärgert, dass kein offizieller Repräsentant des Sängerkreises den Weg nach Großenseebach fand. "Die klagen ständig über Nachwuchsmangel, heute wäre die Chance gewesen, aktive und motivierte Kinder und Jugendliche zu erleben", meinte Irlinger zu denen, die nicht da waren.

Und die, die nicht gekommen waren, haben auch tatsächlich was versäumt. Den Auftakt gestalteten die Seebachspatzen, geleitet von Elisabeth Hohn. Die 21 Kinder, aufgeteilt in Tonkletterer (Kindergartenkinder) und Tonkünstler (Grundschulkinder), sangen ein Begrüßungslied und dann wurde "Die kleine Hex'" und "die alte Moorhex'" besungen.


Auf der Bühne die Muskeln spielen lassen



Der Kinderchor Germania aus Weingarts, geleitet von Stella Haselbauer, stellte mit dem Lied "Wir sind Kinder", erst mal klar, dass an diesem Spätnachmittag Kinder auf der Bühne stehen. Die begeisterten Zuhörer erfuhren auch bei "Meine Mami" auch, dass die Mama mit 30 Jahren eigentlich schon ziemlich alt ist. Auch, zu was die Sonne alles gut ist, wurde dargestellt, und bei dem Lied "Starke Kinder" ließen die Sänger auf der Bühne die Muskeln spielen.

Gleich viermal besang der Kinder- und Jungenchor aus Heroldsbach den Dschungeljungen "Tarzan". Bei den Tarzan-Liedern wechselten sich de Leiterinnen, Stella Haselbauer, Ute Rascher und Carolin Wagner ab, schließlich ging es um einen starken Mann.

Für die Evi' Singers gab es von den Kindern in der Halle stürmischen Beifall, die jungen Damen präsentierten "Everything" und "Nur noch kurz die Welt retten", sowie "Price Tag".

Den Abschluss des sehr unterhaltsamen Konzerts machte schließlich Toni Rotter mit dem Mädchenchor St. Magdalena aus Herzogenaurach. Die Herzogenauracher Mädchen sangen "Einfach so", reisten durch die vier Jahreszeiten, sangen Allerlei zum Frühling und schlossen ihren Vortrag mit einer kleinen Geige.