Paula und Mila, beide drei Jahre alt, wollen am liebsten gar nicht mehr raus aus der Vogelnestschaukel. Ihr Kinderspielplatz sei jetzt ganz toll, finden die kleinen Ailsbacherinnen. Aber auch der neunjährige Noah ist noch nicht zu alt für die nagelneuen Geräte: "Meine Mutter schaukelt mich voll hoch und dann spring ich raus", erzählt der Lausbub.


Rutsche und Pferdchen



Der Ailsbacher Spielplatz werde gut angenommen, gibt Renate Heimann Bescheid. Sie ist zugleich die Vorsitzende der Ailsbacher Dorfgemeinschaft und des Obst- und Gartenbauvereins. Bevor die neuen Geräte installiert wurden, habe es auf dem Spielplatz nur ein altes Klettergerüst, eine Schaukel und einen Sandkasten gegeben. Und weil alles aus Holz war, hatten Wind und Wetter den Geräten im Laufe der Zeit zugesetzt. Morsch und abgefault wie sie waren, seien sie nicht mehr sicher gewesen und der Spielplatz sei nicht mehr abgenommen worden.
Rechtzeitig zur Freiluftsaison konnte der Tummelplatz für den Ailsbacher Nachwuchs jetzt mit neuem Inventar eröffnet werden. Neben der Schaukel gibt es eine bunte Rutsche und ein Pferdchen zum Wippen für die ganz kleinen Ailsbacher. Viertausend Euro hat das alles zusammen gekostet, weiß Renate Heimann.

1750 Euro waren von verschiedenen Gruppen und Vereinen an Spenden eingegangen. Größere Spenden waren die 400 Euro aus dem Kalenderverkauf von Harald Kaiser und die gleiche Summe von der Freien Wählergemeinschaft. 2250 Euro hat die Dorfgemeinschaft aus dem Erlös ihrer Festivitäten, insbesondere von der Feier des 25-jährigen Gründungsfests im vergangenen Jahr, beigesteuert.


Kleine Feier



Am Karsamstag traf man sich auf dem Spielplatz zu Kaffee, Kuchen und Gegrilltem. Bürgermeister Theo Link (CSU/Bürgerblock) zeigte sich begeistert vom Engagement der Ailsbacher Bürger. Sie würden damit die Gemeindekasse enorm entlasten, sagte das Gemeindeoberhaupt. "Die Gemeinde hätte sich in diesem Jahr eine solche Anlage nicht leisten können!"