Als Johannes Kollinger erfuhr, dass er der erste Energiesparheld des Jahres 2013 in Deutschland ist, reagierte er mit den Worten: "Das find' ich richtig gut! Das zeigt nämlich, dass es sich lohnt, etwas im Bereich Energiesparen zu tun".

Seit drei Jahren führt der Herzogenauracher ein Energiesparkonto und hat seither den Heizenergieverbrauch seiner Familie um 25 Prozent und den Stromverbrauch um 21 Prozent reduziert. Solche Konten werden über den Energiesparclub der gemeinnützigen Gesellschaft co2online angeboten, können auf der Webseite www.energiesparclub.de abgerufen werden und werden gefördert vom Bundesumweltministerium.

In einer Pressemitteilung des Berliner Unternehmens berichtet Kampagnen-Managerin Sophie Fabricius, dass sich Johannes Kollinger mit diesen Energieeinsparungen gegen mehr als 66 000 Energiesparkonto-Nutzer durchsetzen konnte. In der aktuellen Energiesparhelden-Top-Ten belegt er den vierten Platz. Johannes Kollinger ist vielen Herzogenaurachern als einer der Motoren der Agenda 21 bekannt.

Dämmung und LED-Lampen

Der zweifache Familienvater hat an seinem Eigenheim verschiedene große und kleine Energiesparmaßnahmen umgesetzt. Im Jahr 2011 dämmte er beispielsweise die Außenfassade seines Hauses (zwölf Zentimeter) und tauschte im Zuge der Bauarbeiten alle Holzfenster aus. Um den Stromverbrauch zu senken, hat Kollinger die Beleuchtung auf LED-Lampen umgestellt, einen energieeffizienten Fernseher angeschafft und PCs gegen stromsparende Laptops ausgetaucht. So habe die Familie ihren Verbrauch halbieren können und liege derzeit bei etwas über 2000 Kilowattstunden. Auch wurde die Waschmaschine an die Warmwasserversorgung angeschlossen.

Mit den dadurch erreichten Energieeinsparungen haben die Kollingers das Klima um rund 1200 Kilogramm CO2 entlastet. Das entspricht in etwa dem Verbrauch eines Kleinwagens bei einer Strecke von 7500 Kilometern, berichtet Fabricius.

Der Herzogenauracher ist aber nicht nur in den eigenen vier Wänden als Energiesparer aktiv. Als Mitglied der Arbeitsgruppe Energie der lokalen Agenda 21 in Herzogenaurach führt er seit 14 Jahren regelmäßig Stromsparberatungen durch. In den vergangenen drei Wintern habe er so um die 120 Wärmebildaufnahmen von Häusern gemacht, erzählt der Herzogenauracher Energiespar experte. Stromberatungen habe er ungefähr 25 gemacht, wobei diese Beratungen sehr intensiv seien und die Messungen manchmal über mehrere Wochen gehen. Zusammen mit Bürgermeister German Hacker schreibt Kollinger momentan am lokalen Energiewende-Konzept.

Privatleute werden gewürdigt

Die Aktion Energiesparheld läuft seit 2011 und hat bereits acht Energiesparkonto-Nutzer ausgezeichnet. Damit macht die gemeinnützige co2online GmbH die Erfolge privater Energiesparer sichtbar und gibt hilfreiche Tipps zum Nachmachen. Das kostenlose Energiesparkonto kann sich jeder Verbraucher für einen oder mehrere Haushalte anlegen und damit seinen Energieverbrauch dauerhaft bilanzieren und die Erfolge von Energiesparmaßnahmen überprüfen.

Die gemeinnützige co2online GmbH setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2 -Ausstoßes ein. Mit interaktiven Energiesparchecks, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln und Heizgutachten sollen die Bürger motiviert werden, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. Der Energiesparclub ist laut Pressemitteilung die erste Kampagne, die Verbraucher kontinuierlich beim Energiesparen begleitet. Das Energiesparkonto ist das Herzstück der Kampagne. Es motiviert seine Nutzer, sparsam mit Energie umzugehen. Es wird durch das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. bp