Untermauert wurden die Vorträge durch die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für die verschiedenen Planfälle.
Eine wichtige Rolle spielten zunächst die Kosten. Diese grobe Kostenschätzung beruht auf "der Grundlage der grob ermittelten Massen für die wesentlichen preisbildenden Positionen sowie den derzeit am Markt üblichen Preisen", teilt das Planungsbüro Strunz mit. Bei der Kostenermittlung sind auch Positionen berücksichtigt worden, die bei einer vertieften Planung eventuell gar nicht zum Tragen kommen. Das Büro spricht dabei von möglichen Leitungsverlegungen, Umbau von Straßen und Ähnlichem. Ebenfalls enthalten sind die voraussichtlichen Grunderwerbskosten sowie die Aufwendungen für Entschädigungen. Nicht enthalten seien die Kosten für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wasserwirtschaftlicher, forstwirtschaftlicher und hydraulischer Art.

Viele Brücken sind zu bauen


Für den Planfall 1 - alle drei Varianten - ergeben sich Kosten zwischen 18,5 und 25,2 Millionen Euro. Hierbei handelt es sich um die Ostumgehung plus einen Teil der Trasse durch den Aurachgrund. Planfall 2 ist mit 34 Millionen Euro die teuerste Variante. Diese führt in weitem Bogen um Hauptendorf herum. Die beiden Varianten im Planfall 3 kosten zwischen 22 und 27,5 Millionen Euro, das ist die Trasse, die komplett durch das Aurachtal läuft. Die hohen Kosten des Planfalls 2 liegen vor allem daran, dass eine Vielzahl von Brücken zu errichten ist.
In der Machbarkeitsstudie wurden weitere Zahlen präsentiert. So unterscheiden sich die Streckenlängen. Die bisherige Route beträgt drei Kilometer. Alle Planfälle sind länger. Von 3,9 Kilometer (Planfall 1b) bis sechs Kilometer im Planfall 2.
Der Flächenverbrauch unterscheidet sich demnach auch. 58 900 m2 im Planfall 1b und 91 000 m2 im Planfall 2. Das Zusammentreffen mit anderen Straßen ist bei allen Varianten nicht zu vermeiden. Planfall 1 weist allerdings acht davon auf, sieben der Planfall 3, die anderen Versionen jeweils sechs Knotenpunkte. Ungeschlagen ist die Anzahl der zu errichtenden Bauwerke (Brücken) im Planfall 2: Zehn solcher Bauten sind zu errichten. Vier respektive drei Bauwerke werden bei den anderen Trassen benötigt.
Selbst die Fahrzeiten wurden ermittelt. Denn gerade bei der langen Planung 2 führten Gegner immer wieder ins Feld, dass niemand diese in Anspruch nehmen werde, da sie deutlich länger sei. Das sei aber gar nicht so. Dadurch, dass diese Strecke mit relativ hohem Tempo befahren werden könne und keine Ampeln besitze, sei es sogar eine Zeitersparnis von gut einer Minute. Wieviel Sprit in dieser Zeit verbrannt wird, wurde als Zahl aber nicht vorgelegt.

Weitere Infos folgen


Wer die Pläne und Machbarkeiten anschauen möchte, kann dies im Internet unter der Homepage der Stadt Herzogenaurach www.herzogenaurach.de machen, dort steht ein pdf-Dokument zum Herunterladen bereit.
Eine weitere Veranstaltung zu diesem Thema findet am Donnerstag, 5. Juli, um 20 Uhr ebenfalls im Vereinshaus statt. Weiteres von der gestrigen Abendveranstaltung folgt in der morgigen Ausgabe ihres Fränkischen Tages.