Der Hof war wieder proppenvoll beim Jazz-Frühschoppen von Thomas Fink and Friends, zu dem der Arbeitskreis der Volkshochschule "Kultur Grenzenlos" eingeladen hatte.
Thomas Fink überrascht und begeistert immer wieder mit dem schon mittlerweile legendären Jazz-Frühschoppen und mit hochkarätigen Musikern. Der Jazz-Frühschoppen ist in Herzogenaurach längst eine Kultveranstaltung.
Das Wort "Friends" ist wörtlich zu nehmen, die fünf Musiker scheinen sich blind zu verstehen, da genügt ein Augenblinzeln oder ein "fang mal halt an", von Thomas Fink. Dabei war Fink ganze sechs Tage "tastenlos", wie er eingangs erzählte, weil er im Krankenhaus lag. "Aber mir geht's wieder gut, ihr werdet es hören", bereitete der Jazz-Pianist die Gäste auf ein hochkarätiges Programm vor.

Ein Wippen und ein Klatschen

Bei der Musik blüht auch Fritz Mensching regelrecht auf, denn er ist nicht nur ein exzellenter Musiker, sondern er reißt das Publikum regelrecht mit und die Leute wippen und klatschen. Dazu passen auch Max Kienastl mit einem schier unerschöpflichen Repertoire. Die Musik des sympathischen und ehemaligen Musikers der Bamberger Symphoniker spannt sich von Jazz über Swing-Hits bis hin zu Oper und Klassik.
Dem "General" Manfred Hartlieb ist sein Temperament nur schwer anzusehen. Kenner sagen, er sei ein "wandelndes Harmonielexikon, ein Stilist ersten Ranges und eine der Konstanten in der fränkischen Szene. Thomas Fink und Manfred Hartlieb kennen sich schon aus der Jugendzeit und Hartlieb stellte sich schon damals als "der General" vor und ist es bis heute geblieben.

Ohne Notenstapel

Der Schlagzeuger kam einmal aus Zufall mit Thomas Fink zusammen und soll behauptet haben, er spiele besser Schlagzeug als Fink. Er stellte es unter Beweis und scheinbar war es wirklich so, denn seitdem gehört er auch zu den Friends.
Thomas Fink ist seit den 60er Jahren untrennbar mit der fränkischen Jazzszene verbunden. Seine Fans sprechen von dem "fränkischen Oscar Peterson" mit seinem powervoll swingenden Jazzpiano.
Schon nach ein paar Takten schaffen es die Musiker, den Kontakt zum Publikum herzustellen und lassen es dann bis zum Ende nicht mehr los. Aber nicht nur seine Musiker sind seine "Friends". "Ihr alle seid Friends", rief Fink den Besuchern im Hof der Bäckerei Lang zu. Und unter Freunden gibt es auch kein festes Programm und keine Notenstapel. Gespielt wird, was gefällt und Spaß macht, denn Thomas Fink weiß, was das Publikum hören will.