Das Jugendcamp Vestenbergsgreuth ist ab sofort noch klimafreundlicher: Landrat Eberhard Irlinger (SPD) hat die neue Holzpelletsheizung des Camps in Betrieb genommen. Das berichtet das Landratsamt Erlangen-Höchstadt in einer Pressemitteilung. Die CO²-neutrale Heizung, eingebaut von der Gremsdorfer Firma Junggunst, sei die dritte Säule des ökologischen Konzeptes der Jugendeinrichtung, heißt es in der Mitteilung. Denn das Camp verfüge bereits über eine Solarthermie- und eine Photovoltaikanlage.

Beobachtet haben die Inbetriebnahme Udo Rathie, der Vorsitzende des Kreisjugendrings, Heike Krahmer, die Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, Thomas Erwin, Vertreter für Mittelfranken der Firma ÖkoFen, Traugott Goßler, der Energiemanager des Landkreises, und Matthias Wendler, der Geschäftsführer des Kreisjugendrings Erlangen-Höchstadt.

"Ich bin stolz darauf, dass wir im Landkreis mit dem
Jugendcamp Vestenbergsgreuth ein energietechnisches Vorbild vorweisen können. Die 19 Jahre alte Ölheizung haben wir nun durch einen neuen Brenner und einen Pelletstank ersetzt, und es duftet nun im Vorratsraum angenehm nach Holz. Kinder, Jugendliche, Eltern und Betreuer lernen hier in Vestenbergsgreuth viel über Energie und Klima und sind direkt in der Natur ohne auf Annehmlichkeiten wie ein richtiges Bett, Heizung und warmes Wasser verzichten zu müssen", sagte Landrat Irlinger, als er die neue Heizungsanlage im Keller des Selbstversorgerhauses besichtigte. Damit sei das Jugendcamp noch attraktiver für Jugendgruppen aus der Region geworden.

Kosten auf dem Niveau von 2011

2012 verzeichnete das Jugendcamp 8393 Übernachtungen insgesamt, inklusive Übernachtungen auf dem Zeltplatz. Die Gäste kamen aus dem Landkreis, der Stadt Erlangen, dem Bezirk Mittelfranken und vereinzelt auch aus dem gesamten Bundesgebiet. "Damit kann das Jahr 2012 ohne Abstriche als das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr seit der Eröffnung der Anlage 1996 betrachtet werden", berichtete Irlinger. Die Energiekosten seien dabei trotz steigender Übernachtungszahlen auf dem Niveau von 2011 geblieben. Einen Grund dafür sah Irlinger in der 2011 in Betrieb genommenen Photovoltaikanlage.

2014 soll ein Behinderten-Appartement im Erdgeschoss des Übernachtungshauses entstehen. Zudem will das Camp zu einem Stromversorger wechseln, der zu 100 Prozent Ökostrom aus regenerativen Energien anbietet und somit weiter CO² einsparen. ft