Der Spielplatz in Buch soll neu gestaltet werden. So weit der Antrag der Grünen. Dafür müssen 80 000 Euro im Haushalt eingestellt werden. Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) hatte zwar Verständnis, konnte aber die Vorgehensweise und die geforderte Summe nicht nachvollziehen.

Der Spielplatz stehe im Konzept des Amtes für Freizeit und Kultur an erster Stelle, derzeit werde das Leistungsverzeichnis erstellt und der Bürgermeister wies auf die 50 000 Euro hin, die im laufenden Haushalt bereitstehen würden.
"Die Spielplätze sind im Hintertreffen und jedes Jahr stehen 30 000 Euro im Haushalt bereit, seit acht Jahren ist nichts passiert", konterte Christiane Kolbet. So rede Weisendorf ständig von Lebensqualität und jungen Familien: das Vertrösten sei langsam ärgerlich. Süß wies darauf hin, dass die Spielplätze so schlecht auch nicht seien und defekte Geräte bei Bedarf ausgetauscht werden.

Den Vorwurf der mangelnden Transparenz ließ der Bürgermeister nicht gelten, als nach der Ausstattung gefragt wurde. So beschließe der Ausschuss oder der Gemeinderat die Ausschreibung und es könnten Wünsche eingebracht werden. Zudem seien auch keine 80 000 Euro nötig, die Neuanlage würde sich auf rund 30 000 Euro belaufen, wobei der Bauhof einen Teil der Erdarbeiten übernehmen könne.

Über die beantragten 80 000 Euro schüttelte Hans Kreiner den Kopf. Der CSU-Gemeinderat riet, den Antrag zurückzuziehen. "Nein, ich zieh' den Antrag nicht zurück, denn ich wurde von meinen Kindern beauftragt, das ist gut angelegtes Geld und eine bescheidene Summe, wenn man acht Jahre nichts getan hat", so Kolbet. Für den Antrag der Grünen auf 80 000 Euro stimmte letztlich nur Christiane Kolbet, acht Ausschussmitglieder waren dagegen.


Haushalt im Jahr 2017

Der Verwaltungshaushalt beläuft sich im kommenden Jahr auf knapp 13,2 Millionen Euro. Der Gesamthaushalt wird sich auf rund 25,7 Millionen Euro belaufen. Der Schuldenstand betrug zu Beginn des Jahres knapp 42 000 Euro und wird sich Ende des Jahres 2017 auf 6600 Euro belaufen. Die Rücklagen werden bis Ende 2017 auf rund 1,5 Millionen Euro zurückgehen. Außerdem sollen dem Vermögenshaushalt rund 800 000 Euro zugeführt werden.

Süß wies darauf hin, dass seit 2007 die Verschuldung von anfangs knapp 4,2 Millionen Euro kontinuierlich verringert werden konnte. So beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung im laufenden Jahr sechs Euro und Ende 2017 wird diese auf einen Euro sinken. Die Ausschussmitglieder ließen sich vom Bürgermeister und vom Kämmerer über die wesentlichen Posten bei den Ausgaben und Einnahmen berichten. Nach der Klärung von Detailfragen verlas der Bürgermeister den Empfehlungsbeschluss für den Gemeinderat, dem Haushalt 2017 zuzustimmen. Christiane Kolbet (Grüne) und Karoline Schmidt (BWG/FW) lehnten den Vorentwurf schließlich bei der Abstimmung ab - vermutlich wegen des Geh- und Radweges entlang der Erlanger Straße in Weisendorf.