Der Winter ist vorbei - die Zeit für Straßenbauarbeiten hat begonnen. Auch in Herzogenaurach müssen sich Anwohner und Verkehrsteilnehmer wieder auf die eine oder andere Baustelle gefasst machen. Wie Bürgermeister German Hacker (SPD) und Bauamtsleiter Gerhard Merkel in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend erklärten, gibt es noch viel zu tun.

Eine dringende Baumaßnahme steht in der Dr.-Daßler-Straße zwischen den Einmündungen Spiegelgartenstraße und Kärntner Straße an. "Eine fast einwöchige Vollsperrung ist unumgänglich", erläuterte Merkel. Wegen der Schulbusse wird die Sanierung auch in den Ferien durchgeführt. So müssen auf einer Länge von etwa 130 Metern die Asphaltdecke und die Frostschutzschicht erneuert werden. Weiterhin sind die Entwässerungsrinnen auf einer Länge von 250 Meter und sämtliche Einbauten wie Kanalschächte, Straßensinkkästen, Wasser- und Hydranten-Schieberklappen auszutauschen, und die Herzo-Werke werden gleich Leerrohre mitverlegen.

Auf Nachfrage von Bernhard Schwab (CSU) erklärte Merkel, dass die Ausbausatzung nicht greife, da es sich nur um eine Teilerneuerung handelt. Bezüglich von Ausbesserungsarbeiten oder der Erneuerung von Hausanschlüssen bemängelte Renate Schroff (SPD) die nach ihrer Ansicht oft nicht korrekte Ausführung durch die Baufirmen, weil es teils zu unschönen Setzungen käme. "Man sollte den Firmen auf die Finger schauen", forderte die Zweite Bürgermeisterin.

Wie Merkel erwiderte, werden alle fertiggestellten Baumaßnahmen abgenommen, und auch während der Bauarbeiten werde den Baufirmen über die Schulter geschaut. Die unschönen und unterschiedlichen Setzungen begründet Merkel mit dem Alter der Straßen. Wenn bei über 30 Jahre alten Straßen Anschlüsse erneuert werden, dann unterscheide sich das Material von heute von dem des damals eingebauten. Heute werde auch ein ganz anderer Unterbau eingebracht und Setzungen, auch erst nach Jahren, seien nicht zu vermeiden.

"Wie viele Straßen haben wir noch, die saniert werden müssen?", fragte Curd Blank (SPD). Die Frage veranlasste Bürgermeister Hacker zu einem Schmunzeln, und er konnte gleich einige aufzählen, die in absehbarer Zeit eine neue Oberfläche bekommen werden. Es existiert aber keine Auflistung der sanierungsbedürftigen Straßen oder eine Prioritätenliste, beantwortete Merkel eine Frage des CSU-Fraktionsvorsitzenden Schwab. Es werde ein Kanalkataster geführt, im dem die Ergebnisse der Untersuchungen und Schäden registriert werden. "Die Kanäle haben oberste Priorität und im Zuge einer Kanalsanierung wird auch die Straße erneuert", erklärte dazu der Bauamtsleiter. Die Baumaßnahme an der Kreuzung Spiegelgartenstraße wird die Firma Raab für knapp 87.000 Euro ausführen.

Mit Licht nach Burgstall
In einem weiteren Tagesordnungspunkt sprachen sich mehrere Stadträte für eine Beleuchtung des Fuß- und Radwegs von Herzogenaurach nach Burgstall aus. Bauamtsleiter Merkel ließ sich "das könnte zu schaffen sein" abringen, ohne eine hundertprozentige Zusage zu geben. In diesem Zusammenhang erinnerte Schwab den Bürgermeister an eine frühere Zusage, eine Solar-Testleuchte aufstellen zu lassen. "Hab ich das versprochen, da kann ich mich nicht daran erinnern", antwortete Hacker, der im Grunde von Solarleuchten für die Straße nicht allzu viel hält, weil diese die nötige Leistung nicht bringen würden.

"Das effektivere Licht kommt von Leuchten mit Verkabelung, außerdem sind Solarleuchten störanfällig und auch nicht gerade billig", erklärte Hacker. Er versprach dann aber doch noch, die neue Technik prüfen und möglicherweise an einer anderen Stelle im Stadtgebiet eine "Testleuchte" aufstellen zu lassen. Die Beleuchtung nach Burgstall bis zur Höhe des Clubheimes des Golfclubs werden die Herzo Werke mit gewöhnlichen Leuchten für rund 60.000 Euro ausführen und dafür auch vorhandene Leerrohre verwenden.