Die Kinder der Klasse 2a der Grundschule Großenseebach konnten es kaum erwarten, bis Büchereileiterin Renate Zankl und ihre Mitarbeiterin Ortrud Günther den Büchertisch freigaben. Aber dann gab es kein Halten mehr, denn die neuesten Bildbände und Bücher lockten. Die Gemeindebücherei kooperiert mit der Grundschule und wurde dafür wegen besonderer Leistungen mit dem Bayernwerk-Lesezeichen ausgezeichnet. Damit würdigte die frühere Firma Eon das Engagement der Gemeindebücherei, die Kinder und Jugendliche auch im digitalen Zeitalter für das Lesen begeistern kann.
Dass dies in Großenseebach hervorragend funktioniert, bestätigten auch Renate Zankl und Ortrud Günther. "Bei uns haben alle Kinder einen Büchereiausweis. Das sind unsere besten Kunden", erklärten die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen.
Vielleicht sollte sich Zweiter Bürgermeister Herbert Müller (FW) ein Beispiel an der Lesefreudigkeit der Kinder nehmen. "Ich habe auch einen Büchereiausweis, aber in all den Jahren nur zweimal ein Buch geholt", erklärte Müller und begründete dies mit Zeitmangel. Das mochten die Kinder aber nicht so richtig glauben. "Lesen kann man doch immer", wurde in der Leseecke gemurmelt.
Ralf Schwarz, Kommunalbetreuer des Bayernwerks, hatte aber nicht nur das Lesezeichen mitgebracht, sondern auch einen Scheck in Höhe von 1000 Euro, einen Sitzsack, Buchaufkleber, Tragetaschen und Lesezeichen. Als sich Zweiter Bürgermeister Müller, das Bücherei-Team und Lehrkraft Maria Schmid bei Ralf Schwarz für die Unterstützung bedankten, hatten die Kinder schon längst die Bücher in Beschlag genommen und bevölkerten die Sitzecken. "Das sind ganz tolle Bücher", schwärmten Hannah, Lena und Anna, als sie im Bildband "Ich sehe was ... Unglaubliche Bilderrätsel" blätterten.
Amelie, Luisa und Paulina verzogen sich derweil mit Büchern über Natur und Tiere in eine Sitzecke. Leider war die Zeit viel zu kurz und die Lehrerin erinnerte an den Schultag. "Wir kommen wieder", kündigten die Mädchen gleich mal an.