Die Kita der Marktgemeinde Mühlhausen wird zu klein. Die Mitteilung von Bürgermeister Klaus Faatz (CSU), die in der Sitzung am Dienstag lediglich unter "Informationen" rangierte, war die wohl bedeutsamste Nachricht des Tages. Die Gemeinde muss auf eine starke Nachfrage nach Betreuungsplätzen reagieren. Der Kinderboom dürfte das Ergebnis der Baulandausweisungen der vergangenen Jahre sein.

Wie Faatz berichtete, hatte die Gemeinde zur Erkundung der Kindergarten- und Krippenplätze eine Bedarfsumfrage durchgeführt. Befragt wurden alle Eltern von Kindern zwischen einem Jahr und dem Einschulungsalter. Außerdem wurden alle Familien befragt, die in Mühlhausen einen Bauplatz erstanden hatten. 47 Fragebögen, das bedeutet 41 Prozent, sind laut Faatz zurückgekommen.

Für 23 der Befragten sei der Bedarf schon gedeckt, berichtete Faatz. 24 hätten jedoch für die nächsten zwei Jahre Bedarf angemeldet. Es sei daher davon auszugehen, dass im September dieses Jahres eine Gruppe mehr benötigt werde. Faatz hält es sogar für möglich, dass im Jahr darauf noch eine weitere Gruppe gebraucht wird. Da bereits im April Raum in der Kita benötigt wird, ist als erste Maßnahme die Verlegung des Personalbüros in die leerstehende Wohnung im Obergeschoss geplant. Der dadurch frei werdende Raum soll in einen Gruppenraum für eine Kleingruppe mit fünf Krippenkindern umgewandelt werden.

Turnraum als Ausweichquartier

Parallel dazu lotet die Marktgemeinde zusammen mit dem Landratsamt aus, wie der dringenden Nachfrage am einfachsten und schnellsten zu begegnen ist. Eine Besprechung mit dem Landratsamt habe vor Ort stattgefunden. Für die bereits im September benötigte Gruppe wäre nach den Worten des Bürgermeisters der Turnraum der Kita eine mögliche Lösung. Weitere Möglichkeiten werden geprüft. Langfristig müsse jedoch an einen Umbau, eine Erweiterung oder einen Neubau gedacht werden. Eine Studie soll darüber Aufschluss geben. Sie soll dem Ratsgremium vielleicht schon im März vorliegen.