Bereits 1895 gab es in der Steinwegstraße eine sogenannte "Kinderbewahrungsanstalt". Damals noch unter der Leitung der Dillinger Franziskanerinnen, baute man 1957/58 ein neues Haus "Am Brauhaus" in Höchstadt. Als auch das zu klein wurde, zog man 1992 in ein neues Gebäude in der Steinwegstraße um. Das bietet bis heute Platz für rund hundert Kinder.

Gemeinsam hat die Kindertagesstätte St. Nikolaus nun am Samstag 25-jähriges Bestehen gefeiert. Neben zahlreichen Eltern und Gästen waren auch prominente Politiker gekommen. Landrat Alexander Tritthart (CSU), der erstmals die Einrichtung besuchte, war "angenehm überrascht".

"Was hier stattfindet, ist Integration im besten Sinne", sagte CSU-Bundestagsabgeordneter Stefan Müller. Er spielte damit auf den hohen Migrationsanteil der Kinder von über 40 Prozent an. Bürgermeister Gerald Brehm (JL) stimmte dem zu: "Es freut mich sehr, dass die Integration in den letzten Jahren so gut geklappt hat".


Auf zur Kita-Kerwa

Gemeinsam sahen sie sich dann im Festzelt eine Show der Kinder an. Die hatten mit ihren Betreuerinnen verschiedene Aufführungen vorbereitet. So stand das Jubiläum unter dem Zeichen "Kita-Kerwa".

Die Kleinsten aus der Gruppe "Knirpse" im Alter von zwei bis vier Jahren tanzten den "Betzn" raus.
Neben Tanzeinlagen trugen die Kinder des christlichen Kindergartens aber auch eigene Gedichte vor. Dabei wurden auch Späßchen gemacht. So hieß es auf einem Plakat: "Unser Chef Dekan Kemmer fliegt öfters nach Rom. Bet' für seine Schäfchen am heiligen Dom".

Um die fränkische Tradition aber perfekt zu machen, stellten die "Kerwasbum" im hauseigenen Sandkasten sogar einen eigenen Kerwasbaum aufgestellt. Für ein weiteres Highlight sorgte der Liedermacher Steffen Janetzko, der live auf der Bühne auftrat.

Aktuell läuft es für den Kindergarten gut. Alle Plätze sind voll belegt, einige Anmeldungen stehen noch aus. "Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zur Stadt", erklärt Rita Wittmann, Leiterin der Kita St. Nikolaus. Die Beziehungen zum Erzbistum seien ebenfalls durchweg positiv. Um dem großen Andrang gerecht zu werden, hat die Kita nun ein neues Gartenareal bekommen. 1000 Quadratmeter stehen den Kindern zusätzlich zur Verfügung.