Das Ergebnis einer Umfrage regte zum Nachdenken und Schmunzeln an. Der Referent für das Feuerwehrwesen, Florian Ramsl, präsentierte es den Führungskräften des Regierungsbezirks Mittelfranken. 96,6 Prozent der Deutschen vertrauen voll und ganz den Feuerwehrleuten, gefolgt wird der Berufsstand von Krankenschwestern, Piloten und Ärzten. Den Bürgermeistern vertrauen nur noch 54,9 Prozent, den Bankern gar nur 39,1 Prozent, auf den letzten Platz landeten Politiker mit gerade einmal 15,1 Prozent.

Die Frühjahrstagung der 65 Führungskräfte des Bezirksfeuerwehrverbands fand in Herzogenaurach statt, denn unter anderem wurde bei diesem Treffen Harald Schattan verabschiedet, Kreisbrandrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt.

Immer in Gefahr

Während der ganztägigen Veranstaltung waren die Gefahren bei Feuerwehreinsätzen gegenwärtig.
So auch der tragische Tod des 25-jährigen Feuerwehrmanns aus Schnaittach im April.

Hilfe von der Politik

Mit seinem dichten Netz an Einsatzkräften unterscheide sich Deutschland von anderen Ländern in Europa, ließ der Fachberater für den Brandschutz bei der Regierung von Mittelfranken, Horst Settler, am Rand der Tagung wissen. Dass Bayern dabei führend sei, im Notfall schnell und organisiert Hilfe gewährleistet sei, "ist politisch gewollt" und habe sich zuletzt bei den Hochwassereinsätzen bewährt.

Von der Bayerischen Versicherungskammer sprach Florian Ramsl übers Sponsoring der Versicherungskammer und stellte den Schaumtrainer "IF-Star" vor. Damit können Feuerwehren das Löschen mit Schaum trainieren, ohne gleich das Einsatzfahrzeug einsetzen zu müssen. Die spare bei der Ausbildung Energie und nicht gerade umweltfreundlichen Schaum.

Landrat Eberhard Irlinger (SPD) lobte die Arbeit der Feuerwehrleute und hob besonders die Wehren des Landkreises Erlangen-Höchstadt hervor. "Sie sind die Vorbilder für unsere Jugend." So habe inzwischen bei den Vereinen ein Hauen und Stechen eingesetzt bei der Werbung um junge Leute. Deshalb sei es richtign gewesen, Kinder- und Bambini-Wehren zu gründen. Nur so sei könne dem Nachwuchsmangel Paroli geboten werden.

Vorsorge greift

Außerdem brach der Landrat eine Lanze für die kleinen Feuerwehren, "sorgen Sie dafür, dass unsere kleinen Wehren erhalten werden, Fusionen auf diesen Gebieten führen zu nichts." Landrat Irlinger würdigte besondere Kreisbrandrat Harald Schattan, dessen Amtszeit am 21. April zu Ende ging. Schattan habe immer das Wohl der Kreisfeuerwehren im Auge gehabt und Nachwuchsarbeit sei ihm eine Herzensangelegenheit gewesen.

Auch Stadtbrandrat Holger Heller aus Schwabach und der Fürther Stadtbrandrat Karl Franz wurden bei der Frühjahrstagung verabschiedet und mit einem hölzernen Strahlrohr beschenkt. sae


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5867 Bürgermeister German Hacker heißt die Tagungsteilnehmer in Herzogenaurach willkommen
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5921 Vorstellung Schaumtrainer
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