Anfang Mai soll es losgehen. Eine Verbesserung in der Statik der Tragwerkskonstruktion des Dachstuhles und des Tonnengewölbes macht alleine schon die Restaurierung der Stadtpfarrkirche St. Georg notwendig, teilt die Kirchenverwaltung mit.

Die Erneuerung der Raumschale stellt im Inneren den Bärenanteil an Arbeiten dar. Die zuletzt vor 20 Jahren verwendeten Dispersionsfarben müssen abgetragen werden, um einen denkmalschutzgerechten Anstrich mit Kalkfarben zu ermöglichen. Mit Ausnahme des Hochaltarbildes weisen Figuren, Bilder und Altäre keinen hohen Schadenszustand auf, so dass gründliche Reinigungen, Ergänzungen und Säuberungen ausreichen.


Bessere Lichtverhältnisse

Der Fußboden mit den Solnhofer Platten wird ausgebessert. Die Bänke restauriert. Ein Belüftungssystem soll die Umluftentwicklung der Kirche besser steuern. Ein behindertengerechter Zugang an der Südseite des Gotteshauses ermöglicht in Zukunft Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten einen leichteren Zugang zur Kirche. Die technische Rundumerneuerung bleibt ebenso wenig aus wie eine Verbesserung der Lichtverhältnisse.

Auf Empfehlung des erzbischöflichen Bauamtes wird die Forchheimer Architektin Ursula Huber die Maßnahme planen und begleiten. Huber gilt als denkmalgerechte Planerin, die ihr Können an vielen historischen Stätten unter Bewies stellte, so etwa in Schloss Seehof, in Bamberg St. Martin und der Oberen Pfarre und aktuell als Dauerbrenner in der Klosteranlage St. Michael, ebenfalls in Bamberg.

Auch die Sanierung der Hannberger Wehrkirche war Ursula Huber anvertraut. Die Tragwerksplanung wurde von Seiten der Katholischen Kirchenverwaltung St. Georg dem Höchstadter Statiker Thomas Leyh übertragen.
Insgesamt belaufen sich die geschätzten Kosten auf 1,6 Millionen Euro. Der Diözesansteuerausschuss des Erzbistums Bamberg hat 65 Prozent der Gesamtkosten als Zuschuss beschlossen. "Die Restfinanzierung liegt uns noch ein wenig im Magen" meinen Dekan Kilian Kemmer und seine Kirchenpflegerin Tanja Schwägerl übereinstimmend. Doch "mit Kreativität und berechtigter Hoffnung" wollen sie die Restfinanzierung schaffen.


Vertragsunterzeichnung

Nach dem Wunsch der Kirchenverwaltung soll die Kernzeit der Renovierung bis Weihnachten über die Bühne gegangen sein. "Das wäre das schönste Christkindla, Weihnachten wieder in unserer schönen Kirche feiern zu können." Trotz unvorhersehbarer Erfordernisse will die Architektin diesen Wunsch so weit wie möglich erfüllen.
Das gute Einvernehmen zwischen Kirchenverwaltung und Architekten kam bei der Vertragsunterzeichnung spürbar zum Ausdruck. "Viel Arbeit, Kraft und Geduldsübungen liegen vor uns", meinte Dekan Kilian Kemmer. Die Mesner Gerhard Wirkner und Konrad Wichert empfinden "trotz allen Bauchgrimmens" Freude, wenn ihr Arbeitsplatz in neuem Glanz entsteht . Da werden sie nicht die einzigen sein. red