Die Arbeitsgemeinschaft Kunst des Höchstadter Gymnasiums ist noch relativ jung und hat schon eine stark beachtete Leistung vollbracht. Der Schulumbau des Gymnasiums erfordert außerordentliche Maßnahmen, um einen, den Unterricht störenden Geräuschpegel in Grenzen zu halten. So wurden der Übergang vom Haupteingang, der bisher direkt in die Schulaula führte, durch eine eingezogene Staub-Schutzwand abgetrennt und der Eingang verlegt.

Diese Trennwand und zwei angrenzende Wände haben die Schüler der AG Kunst mit Wandbemalungen sehr attraktiv gestaltet. Diesem Anlass folgend organisierten die "Macher" der Arbeitsgemeinschaft und gleichzeitig Initiatoren der AG, Vera Schiller und Ann-Kristin Kundmann, eine Vernissage im Gymnasium.
Dabei wurden sie von Lehrern tatkräftig unterstützt, vor allem, was Getränke und kleine Imbisshäppchen betraf.

Sportliche Posen

An einer Tafel waren die einzelnen Arbeitsgänge bei der kreativen Wandgestaltung mit Fotografien nacherlebbar dargestellt. An der neu eingezogenen Wand sind Fragmente des früheren Schulhofes zu sehen, da sich dieser durch einen Neubau komplett verändert. Die Mitglieder der AG Kunst beleben in stilisierten, sportlichen Posen das Wandbild. Damit wollen sie demonstrieren, dass die Gymnasiasten gut mit den durch das Baugeschehen veränderten Bedingungen am Gymnasium umgehen können.

An der angrenzenden Wand befindet sich im Zentrum ein brillant gemalter, großer Wolfskopf, umrahmt von filigranen Ornamenten. Dieser Wolf steht als Rudeltier für die feste Gemeinschaft von Lehrern und Schülern des Gymnasiums. Die geometrischen Ornamente ringsum deuten unmissverständlich auf die künstlerischen Fähigkeiten der inzwischen auf 14 Mitglieder von der 6. bis zur 11. Jahrgangsstufe angewachsenen Arbeitsgemeinschaft hin.

Vera (9. Klasse) und Ann-Kristin (8. Klasse) können befriedigt feststellen, dass ihr Wort und ihre Fähigkeiten in der AG anerkannt werden. Beide vervollständigen ihre gestalterischen Fähigkeiten in der Kunstschule Höchstadt bei Irina Gerschmann und geben sie an die AG weiter.

Lohneiß: Es ist phantastisch

Die dritte Wand zeigt neben dem Brandenburger Tor, das auf schwarz-rot-goldenem Banner steht, die Symbole der vier Hauptstädte der Austauschländer des Gymnasiums: London, Paris, Moskau und Rom, ebenfalls auf den jeweilige Landesflaggen.

Schulleiter Bernd Lohneiß würdigte in seinem Dank an die AG-Kunst die Tatsache, dass einige Schüler die Idee an ihn heran trugen, diese Wände zu verschönern. "Diese Kunst-AG ist eigentlich aus dem Nichts entstanden," führte der Direktor aus.

"Da sind ein paar Mädchen, die mich wissen ließen, sie wollten die Wand anmalen. Was dabei heraus gekommen ist, ist phantastisch und ich muss euch wirklich loben - das ist ,Kunst am Bau', und man muss sich überlegen, was man mit diesen Wänden macht nach dem Bauabschluss im September 2014.

Neben der Gestaltung dieser drei monumentalen Wandbilder blieb den Mitgliedern der Kunst-AG natürlich wenig Raum und Zeit, andere Werke zu schaffen. Trotzdem sind auch noch einige Bilder, zum Beispiel von Vera Schiller, Ann-Kristina Kundmann und Katja Brinkel ausgestellt. Diese werden Interessenten unter den Lehrern und Eltern zum Kauf für einen Unkostenbeitrag angeboten.