"Schecki, Du warst der Schutzmann der Herzen" hieß es in der Laudatio von Höchstadts Polizeichef Jürgen Schmeißer in der kleinen Feierstunde, mit der Polizeihauptkommissar Rainer Scheckenbach zum Jahresende in den Ruhestand versetzt wurde. Dabei zitierte Schmeißer Passagen aus einigen der vielen ihm zugegangenen Dankesbriefe aus der Bürgerschaft.
Gerade am Beispiel, dass Scheckenbach kurz vor seiner Pensionierung freiwillig noch an Heiligabend Nachtdienst geschoben hat, damit ein anderer Kollege mit dessen junger Familie unterm Christbaum sitzen konnte, zeige sich der "kollegiale Supertyp", der in ihm steckt. 42 Jahre sei er mit Leib und Seele Polizist gewesen und habe nur mit einer knappen Unterbrechung von vier Semestern Studium an der Beamtenfachhochschule durchgehend die Uniform des Schutzmannes getragen, heißt es in einem Bericht der Polizei.
Viele Projekte habe er unterstützend begleitet und noch viel mehr selbst organisiert.
Er sei ein Macher und Antreiber, ansteckend aktiv und Vorbild, nicht nur die für jungen Kollegen. Gelobt wurde insbesondere sein großes Engagement, das er in die Verkehrssicherheitsarbeit einbrachte. So sei ihm besonders die Sicherheit radfahrender Schüler und der Biker am Herzen gelegen. Auch sei ihm wichtig, dass die Kapitäne der Landstraße mit Gefahrgut-Transportern verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilnehmen.
Sein Faible für den Sport habe stark in den Kreis seiner Polizeikollegen gewirkt. Seine Kenntnisse im Bereich der Sportwissenschaften und des Gesundheitsmanagements kommunizierte er nicht nur als Referent am Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei, sondern er habe auch die Kollegen in Höchstadt zu mehr Bewegung und Übernahme von mehr gesundheitlicher Eigenverantwortung motiviert.
In der Außenwirkung sei er sehr bürgernah gewesen. So habe er es geschafft, Menschen wegen ihres Fehlverhaltens zu beanstanden und trotzdem dabei Freund und Helfer zu bleiben. Mit Herz und Verstand praktizierte er Bürgernähe; seine außergewöhnlich positive Berufseinstellung sei an ihm immer besonders wertzuschätzen gewesen.
Scheckenbach selbst freute sich über die vielen alten dienstlichen Weggefährten, die seiner Einladung gefolgt sind. In seiner Abschiedsrede stellte er heraus, welch interessante und gleichsam schöne Tätigkeit der Beruf eines Polizisten sei. Froh sei er, dass er trotz der Vielzahl erlebter bedrohlicher Situationen immer auf seinen Schutzengel vertrauen konnte und ihm nie etwas Ernsthaftes zugestoßen sei.