"Stadtrat ist kein Zuckerschlecken", erklärte Manfred Bachmayer, Landratskandidat der Grünen, am Samstagabend im Gasthof "Aischblick". Es sei ein Ehrenamt, für das man viel Freizeit opfern müsse.

Bisher wuchs der Ortsverband Höchstadt auf 14 Mitglieder an, fünf davon waren am Samstag stimmberechtigt, um eine Kandidatenliste aufzustellen. Sie kommen direkt aus Höchstadt.

Eine, die keine Stimme hatte, aber trotzdem auf der Kandidatenliste steht, ist Irmgard Schlehlein. Sie ist fraktionslos, teilt aber grüne Ansichten: "Es mangelt am Thema "Grün" in Höchstadt." So solle man bei Bauprojekten ökologisch sinnvoller bauen. Schlehlein würde das Aischpark-Center "völlig anders" planen, da alles voll Beton sei. Ein Stichwort, das auch alle anderen Kandidaten auf der Liste unterstrichen haben. Bei ihrer Bewerbungsrede um den Listenplatz herrschte Konsens über zu viel Beton und zu wenig Natur in Höchstadt. "Man muss dem Flächenfraß ein Ende setzen", sagte Peter Winkler, der auf Listenplatz 4 steht.

Schwierig wurde die Nominierung wegen des Frauenstatuts der Grünen. Das sieht vor, jede ungerade Stelle auf der Liste mit einer Frau zu besetzen. Alle geraden Stellen sind offen, können also mit Frauen oder Männern belegt werden. Doch das Statut musste einige Male aufgehoben werden, weil keine der anwesenden Frauen so weit vorne stehen wollte. Die Ortsvorsitzende der Grünen Höchstadt, Sonja Koenigk, kann aufgrund eines Umzugs nicht für den Höchstadter Stadtrat kandidieren. Sie steht auf der Weisendorfer Kandidatenliste.

Die Liste der Grünen in Höchstadt:

1.-3. Platz: Irmgard Schlehlein;

4.-6. Platz: Peter Winkler;

7.-9. Platz: Andreas Popp;

10.-12. Platz: Christoph Reuß;

13.-14. Platz: Eva Beadling;

15.-16. Platz: Lydia Göbel;

17.-18. Platz: Frank Meyer-Fembach;

19.-20. Platz: Jörg Gugel;

21.-22. Platz: Hermann Grau;

23.-24. Platz: Sunil Shankar;