Wenn der Direktor zu Verona Pooth, ein Schüler zu Thomas Gottschalk und ein Lehrer zur Barbie-Puppe wird, dann liegt die Vermutung nahe, dass wieder Abiturienten ihr Unwesen treiben. Nachdem die Höchstadter Gymnasiasten noch vor ein paar Wochen bei ihren Abiturprüfungen in der Aischtalhalle schwitzten, nutzten sie diese nun, um ihre alljährlichen Abigags zu veranstalten. Dabei denken sie sich Spiele aus, bei denen Lehrer gegen Schüler antreten.
Im Rahmen von "Wetten, dass...?" hat man so "prominente" Gäste eingeladen, die auch einmal auf der großen Couch bei den Moderatoren Paula Zeiler und Peter Willaczek, alias Thomas Gottschalk mit langen, blonden Haaren, Platz nahmen. Neben einer Vorstellung von Michael Jackson haben auch die Spice-Girls mit einer Tanzeinlage das Publikum überzeugt.
Die Wettpaten, Schulleiter Bernd Lohneiß und zweiter Schülersprecher Lukas Ganzmann, mussten in verschiedenen Spielen darauf wetten, wer von den Kontrahenten die Herausforderung gewinnt: Schüler oder Lehrer. Liegt einer von beiden nicht richtig, gibt es eine Bestrafung. Während der Schulleiter nur einmal verlor, musste sich der Schülersprecher gleich dreimal einer Strafe unterziehen.
Unter dem Motto "Wannabi - Die letzten Hits der 90er" mussten Schüler und Lehrer Lieder erraten. Während einer aus dem Duo gespannt zuhört, muss der andere das Lied gurgeln. Allerdings ohne viel Erfolg. Nur ein Lied haben die Lehrer erraten, alle anderen Hits konnten nicht erkannt werden.


Mambo Nr. 5 und der Gameboy

Bernd Lohneiß erinnert sich zurück: "Die Neunziger waren für mich: Zeit mit den Kindern verbringen, Hits wie Mambo Nr. 5 und natürlich der Gameboy".
Und genau deswegen haben die Abiturienten sich das Spiel "Mario Kart" ausgedacht, bei dem die Gegner gegeneinander einen Bobby-Car-Parcours durchfahren mussten. Doch hier hatten die Schüler die Nase vorn. Als Strafe, weil Direktor Lohneiß auf die Lehrer setzte, musste er einen bekannten Werbespot nachspielen. "Halli, Hallo, Hallöle", schallte es in den Neunzigern aus Millionen Fernsehgeräten, als Verona Pooth wieder einmal ein Produkt präsentierte. In gekonnter Manier spielte der Direktor die Werbung so gut nach, dass er von den Schülern auf den Rängen tosenden Applaus bekam.
Natürlich darf bei einem Abimotto wie diesem aber auch die Barbie-Puppe nicht fehlen. Und so überlegten sich die Abiturienten, Schüler und Lehrer umzustylen - im Barbie-Look. Neben einem Schüler stellte sich auch Lehrer Peter Baum für ein neues Aussehen zur Verfügung.
Doch auch die Fernsehsendung "X-Factor" ließ damals Millionen Menschen erstaunen. Die Abiturienten dachten sich lustige Geschichten über Lehrer aus - doch nicht alle waren erfunden. Einige von ihnen haben sich tatsächlich ereignet. So legte eine Schülerin dem Lehrer Achim Engelhardt einmal einen Adoptionsantrag auf den Tisch. Während der eine Lehrer gar unverwundbar sein Leben ohne Verletzungen zu überstehen scheint, hat beispielsweise eine andere Lehrkraft früher einen interessanten Nebenjob bei einem Billigmodelabel gehabt - als Model.