Wie es in einem Pressebericht heißt, konnten die 25 Reiseteilnehmer bereits auf dem Weg in die Unterkunft erkennen, dass sich das tägliche Leben auf der Strasse abspielt. So reihen sich an den Hauptverkehrsstraßen beidseitig am Straßenrand Blech- und Holzhüttchen wie Perlen auf einer Schnur. Hier wird alles ver- und gekauft was man braucht, vom Feuerholz bis zum Handy, hier wird gekocht, gegessen, gewaschen und tagsüber ein Nickerchen gemacht - und überall dazwischen spielende und fröhlich lärmende Kinder.
Auf dem Weg nach Kaya machte die Gruppe Station in Ouaga, besuchte die Kathedrale "de l`Immaculée-Conception", die "Polyclinique Notre Dame de la Paix" und das Novizinnenhaus der "Soeurs de l´Immaculée Conception". Der Orden ist der erste einheimische Orden und wird auch von einheimischen Schwestern geleitet.
Am darauffolgenden Tag ging es zunächst in einen Wildtierpark, dann war das Operndorf von Christoph Schlingensief die nächste Station. Noch gleicht das Areal einer riesigen Baustelle, wobei einige wichtige Gebäude bereits fertig gestellt sind: das Gesundheitszentrum, die Schule und einige Wohnhäuschen. Das geplante "Opernhaus" wird erst ganz am Ende realisiert. Gegen Abend erreichte man Kaya.

Ein freudiger und überaus herzlicher Empfang erwartete die Reisegruppe am nächsten Tag in der Schule im Sektor V, die von der Stadt Herzogenaurach finanziert wurde. Jeder Herzogenauracher durfte auf dem Schulareal einen Baum pflanzen. Auf dem Rückweg zum Hotel wurde noch dem Verein "Song Kamba", der Nahrung für unterernährte Kinder herstellt, ein Besuch abgestattet. Diese Nahrung wird kostenlos an betroffene Familien verteilt. Unterstützt wurde dieses Projekt durch die Herzogenauracher Aktion "Lauf für Kaya", die es dem Verein ermöglichte, Gebäude und Grundstück zu finanzieren.
Ein weiterer Höhepunkt der Reise war die Teilnahme an einem Festgottesdienst mit Bischof Thomas Kaboré und 13 Konzelebranten, darunter auch Pfarrer Helmut Hetzel und Jean Désiré. Die Kathedrale "Unserer Lieben Frau" und auch die Außenbereiche waren überfüllt von Menschen jeden Alters in den farbenfrohesten Gewändern, es wurde gesungen und getanzt und über 350 Jugendliche empfingen das Sakrament der Firmung. Nach dem dreistündigen Gottesdienst schloss sich noch eine Prozession durch die umliegenden Straßen an.
Unter anderem erlebte die Herzogenauracher Delegation noch einen Markt in Dori, der Hauptstadt der Sahelzone, besuchten Jean Désiré sawadogos Heimatpfarrei Tougouri und die Dompfarrei Kaya und nahm Einladungen bei Bischof Thomas Kaboré sowie Kayas Bürgermeister wahr. Der letzte Tag in Kaya galt einem Besuch der Getreidebank in der Pfarrei Tema-Bokin. Hier können Bedürftige Getreide ausleihen, wenn die eigenen Vorräte aufgebraucht sind und die neue Ernte noch nicht eingebracht wurde. Ermöglicht wurde dieses Projekt durch die Kolpingfamilie Herzogenaurach.
Auf dem Rückweg nach Ouaga galt ein Zwischenstopp der Beobachtung der heiligen Krokodile von Sabou. Im Glauben der Bevölkerung sind die Krokodile reinkarnierte Menschen. Sie dürfen deshalb nicht getötet und gegessen werden. Sie werden in einem eigens angelegten Friedhof begraben. Auf Vermittlung der Botschafterin von Burkina Faso in Berlin, Marie Odile Bonkoungou, erhielt die Gruppe außerdem eine Privataudienz beim Mogho Naaba, dem Kaiser der Mossi; am Nachmittag hatte die Botschafterin in den Garten der Künste geladen. Dies beinhaltete den Besuch unterschiedlichster Kunsthandwerker. Sein Ende fand das Ganze in einer überschwänglichen Verabschiedung, mit dem Versprechen, sich bald in Herzogenaurach wiederzusehen.