Alle zwei Jahre organisiert ein Projektseminar des Gymnasiums Herzogenaurach den Benefizlauf "Lauf für Kaya!". Die Einnahmen werden an Herzogenaurachs Partnerstadt Kaya in Burkina Faso gespendet, um Projekte wie die Ein-Euro-Brille oder die Renovierung von Schulen und Gesundheitszentren zu unterstützen, schreibt Seminarteilnehmerin Anna Nedoschill in einem Pressebericht.

In diesem Schuljahr stellt die Corona-Pandemie die Elftklässler vor neue Herausforderungen, die sie mit Hilfe ihrer Kreativität und Flexibilität bewältigen müssen. "Wir arbeiten daran, wie wir den Lauf trotz der vielen einzuhaltenden Maßnahmen verantwortungsbewusst stattfinden lassen können", berichtet Patrick Pabst, ein Schüler des P-Seminars.

Zusage eines Partners fehlt

"Im Endeffekt sollen so viele Spenden wie möglich an unsere Partnerstadt gehen. Daher sollten wir, vor allem in Corona-Zeiten, danach streben, eine noch höhere Summe als in den vorigen Jahren zu sammeln", erklärt P-Seminar-Teilnehmerin Yezza Charrad. Matthias Engel, Leiter des Seminars, ergänzt: "Wir wissen nicht, was Ende April erlaubt sein wird, deswegen hängen wir momentan noch ein wenig in der Luft. Außerdem warten wir noch auf die Zusage eines möglichen Partners, der uns bei der Umsetzung unserer Ideen massiv helfen könnte."

Bis dahin erarbeitet das 19-köpfige Team verschiedene Szenarien, wie das Event trotz Corona-Auflagen umgesetzt werden kann. So kam zum Beispiel die Idee auf, sich die durch die Corona-Pandemie fortgeschrittene Digitalisierung zu Nutze zu machen, so dass "Lauf für Kaya!" 2021 möglicherweise erstmals mithilfe einer App stattfinden könnte. Dadurch würde eine größere Menschenansammlung vermieden und gleichzeitig könnten mehr Menschen mitlaufen, da jeder zu einem für ihn passenden Zeitpunkt bei sich zu Hause laufen kann. Eine andere Idee ist, dass es nicht "das LfK!-Event" gibt, sondern die Teilnehmer an vielen kleineren Stationen an verschiedenen Orten laufen.

"Am meisten beeindruckt mich in dieser ungewissen Zeit der Ideenreichtum der Schüler, wie wir den ,Lauf für Kaya!‘ in Corona-Zeiten neu erfinden können", erzählt Matthias Engel begeistert.