Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Herzogenaurach hat es im vergangenen Jahr 927 Verkehrsunfälle gegeben, 1,17 Prozent weniger als 2013. Davon waren 113 mit Personenschaden, 216 mit schweren Sachschaden und 598 Kleinunfälle, teilt die Polizei mit.
Bei den Unfällen mit Personenschaden gab es einen Unfall mit einer getöteten Person. Gleich zu Jahresanfang kam eine 37-jährige Fahrerin auf der Fahrt von Hauptendorf nach Burgstall aufgrund überfrierender Nässe mit ihrem Kleinwagen ins Schleudern und prallte anschließend gegen einen Wasserdurchlass. Die Fahrerin war nicht angegurtet und wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Noch an der Unfallstelle erlag sie ihren Verletzungen.

184 Wildunfälle

Positiv vermerkt die Polizeiinspektion Herzogenaurach, dass die Anzahl der schwer verletzten Personen von 23 auf 14 gesunken ist.
Dafür stieg jedoch die Anzahl der leicht Verletzten von 123 auf 133. Innerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten sich 568 Verkehrsunfälle, während außerorts 359 registriert wurden. Zu den außerörtlichen Verkehrsunfällen zählen 184 Wildunfälle. 2013 waren es noch 200.
Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften hält sich annähernd die Waage (58 zu 55 Unfälle), ebenso die Anzahl der verletzten Personen (71 zu 76 Personen). Bei acht Unfällen standen die Verursacher unter Einfluss von Alkohol, bei einem Unfall unter Drogeneinfluss. Als Hauptunfallursache führt die Statistik "Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren" an (248 Unfälle).
Von 158 Verkehrsunfallfluchten konnte die Polizeiinspektion Herzogenaurach 69 aufklären. Ein Großteil dieser Fluchten machen die "Parkplatzrempler" oder die Unfälle mit Begegnungsverkehr (Spiegelklatscher) aus. Gerade bei den zuletzt genannten Unfällen macht die Polizei darauf aufmerksam, dass auch der vermeintlich "Geschädigte" eine "Unfallflucht" begehen kann, denn jeder Unfallbeteiligte hat an der Unfallstelle anzuhalten oder unverzüglich die Polizei zu verständigen.

Fußgänger als Verursacher

Während die Anzahl der Radfahrerunfälle im Vergleich zu 2013 gleichgeblieben (25) ist, stieg die Anzahl der Fußgängerunfälle von fünf auf zwölf. Es wurden 14 Personen verletzt, bei einem Drittel wurden die Fußgänger als Verursacher aufgeführt.
Auch wurde ein Anstieg von Schulwegunfällen registriert. Während es 2013 nur einer war, wurden 2014 fünf Unfälle verzeichnet. Bei drei Unfällen waren Schüler mit ihrem Fahrrad betroffen. Eine Schülerin fuhr auf ein geparktes Fahrzeug auf, und bei zwei Unfällen kam es zu Vorfahrtsverletzungen durch Autofahrer. Zwei Schüler wurden beim Überschreiten des Fußgängerüberweges angefahren. Die beteiligten Schüler wurden nur leicht verletzt.