Da war selbst der Rektor der Mittelschule für einen Moment sprachlos, als er seine Schülerinnen der beiden Abschlussklassen sah. Die jungen Damen hatten sich zum Schulabschluss und zur Zeugnisübergabe so richtig "rausgeputzt", und allen Gesichtern war die Erleichterung und die Freude über das Schulende anzusehen.

Wegen des Umbaus des Schulgebäudes am Burgstaller Weg stellte das Gymnasium die Aula für Zeugnisübergabe und Abschlussfeier zur Verfügung. "Ein bisschen bin ich auch schuld, dass ihr heute feiern müsst", meinte Bürgermeister German Hacker (SPD), der es sich nicht nehmen ließ, den Schulabgängern die besten Wünsche mit auf den Weg zu geben. "Das ist doch mein Christkind", sagte Hacker etwas überrascht, als Nina Möhrenschlager und Jonas Röhrig die Bühne für die Abschlussrede betraten. Das "Christkind" Nina war guter Dinge, hatte es doch den Abschluss im M-Zug geschafft.
"Ich bin ganz zufrieden", meinte sie, als sie vor ihrem Auftritt die Rede nochmal durchging. Die Feier wurde musikalisch umrahmt von Defne Soukrioglu, Celine Wölfle, Ebru Karabag und Vitali Frolov.

Wie bei allen Abschlussfeiern durften bei der Verabschiedung der neunten und zehnten Klasse die guten Wünsche von Rektor Heinz Pröll und der Elternvertreterin Franziska Scholz nicht fehlen.

In der Ansprache des Rektors war "1660" die Zahl des Tages, denn genau so viele Tage gingen die Schüler in die Schule. 1660 Tage, die ereignisreich, aufregend, schön, aber auch traurig oder enttäuschend sein konnten, wie sie Pröll bezeichnete. Viele Jahre, in denen die Schüler "fit fürs Leben" gemacht wurden. Aber auch viele Jahre, in denen sie von den Lehrern begleitet wurden, um auf den richtigen Kurs zu finden. Nun sei es an der Zeit, selbst Segel zu setzen und passend in den Wind zu drehen.

"Es wird sicher auch einmal Kurskorrektur notwendig werden, so könne auch mal ein Sturm oder eine Flaute eintreten. Dann ist es wichtig, die Segel neu zu setzen und nicht aufzugeben", schickte Hacker seinen besten Wünschen voraus.


Anekdoten und Erlebnisse des Schullebens

In den Ansprachen wurde an manche Anekdoten und Erlebnisse des Schullebens erinnert. Heinz Pröll freute sich, dass in der Klasse 10a von Rainer Aumeier von 23 Schülern 21 den mittleren Abschluss schafften.
Die besten Absolventen der 10a waren Vanessa Ferreira Carvalho und Marc Sänger mit einem Notendurchschnitt von 2,1.

Den Qualifizierenden Abschluss der Klassen 9a (Lehrkraft Horst Hübner) und 9b (Franz Lommer) schafften insgesamt 32 Schüler. Die besten Absolventen mit einem Notendurchschnitt von 1,9 waren Alina Stilkerich, Sebastian Brandner und Stefan Freudenberger.

"Es war nicht immer alles perfekt! Des Öfteren gab es Meinungsverschiedenheiten, doch wir sind alle wieder auf einem Nenner gekommen", erklärte Nina Möhrenschlager in ihrer Abschlussrede.

Dass immer alle füreinander da waren, sich gegenseitig halfen und alles getan haben, eine schöne Schulzeit zu haben, betonte ihr Klassenkamerad Jonas Röhrig. Gemeinsame Erinnerungen wurden nochmal wach beim Film übers Skilager und bei der bildlichen Darstellung "Erinnerungen an die zehnte Klasse". Da war auch ein bisschen Wehmut spürbar, und die Schüler wussten, dass eine neue Zeit für sie anbricht.

Mit dem Abschlusslied von Margit Beetz und Rainer Aumeier, musikalisch begleitet von Horst Hübner und Maximilian Pröschel, nach der Melodie von The Lumineers "Ho Hey" wurden die Jugendlichen entlassen und das großartige Buffet des Elternbeirats eröffnet.