Für die katholischen Pfarreien und die Stadt Herzogenaurach ging mit 2019 ein ereignisreiches Jahr zu Ende. In der Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena hielt Stadtpfarrer Helmut Hetzel Rückschau auf das alte, aber auch Vorausschau auf ein neues Jahr.

In der gut besuchten Kirche zelebrierte Hetzel gemeinsam mit Kaplan Tobias Fehn und Kaplan Pater Moison Michael, unterstützt von zehn Ministranten aus den Pfarreien, den Jahresschlussgottesdienst. Für Hetzel ist Gott der, der uns begleitet, Christus ist der Gegenwärtige, der die Zukunft verheißt.

Zwei Geistliche verabschiedet

In seinem Rückblick erwähnte der Stadtpfarrer, dass sie Pfarrei St. Otto 25 Jahre ihrer Kirchenweihe feiern konnte. Im Oktober fand ein Missio-Dankgottesdienst mit einem Bischof aus Indien statt.

In St. Josef sei das Johannisfeuer am 24. Juni alljährlich ein Magnet, der viele Kinder anzieht. Auch das Singen mit der Band "Spirit of Life" trage sicherlich dazu bei. Jean Désiré Sawadogo, der lange in Niederndorf gelebt hatte, wurde in seine Heimat Burkina Faso verabschiedet. Gut angenommen werden laut Hetzel auch die adventlichen Besinnungen.

In der Stadtpfarrei sei die Dettelbachwallfahrt ein großartiges Gemeinschaftserlebnis gewesen, genauso wie die Pfarrfahrt nach Portugal. Leider sei Pater Ashok Antony Mathew nach nur einem Jahr nach Schnaittach versetzt worden. Ein Dauerbrenner sei das alljährliche Zeltlager der Pfarrjugend. Das Drei-Türme-Fest im Weihersbach sei ein voller Erfolg gewesen und "schreit nach einer Wiederholung".

Im Seelsorgebereich wurden 74 Kinder getauft, rund 100 feierten Erstkommunion, 22 Paare wurden getraut. Zusätzlich zu den 128 Sterbefällen gab es 151 Austritte, aber auch vier Eintritte. "Es ist nicht mehr alles so selbstverständlich", so Hetzel, es sei eine Tendenz zu erkennen. "Wir können Statistiken schönreden", so wie es in der Kirche üblich ist. Das sei allerdings fern der Realität. Die Zahlen seien dazu da, uns wachzurütteln. "Wir sind gerufen, aufzustehen und aufzuwachen!"

Er stellte sich die Frage: "Wie kann eine echt gute Pastoral passieren?" Neu ist seit dem Jahr 2019 der Seelsorgebereich Aurach-Seebachgrund, in dem manches organisiert und umgesetzt werden müsse. Wichtig sei es, die Botschaft des Lebens zu den Menschen zu bringen. Mit den Worten "Aufstehen und losgehen, das wünsche ich allen für das kommende Jahr", beendete Hetzel seine Predigt.

Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgten ein Chor und Toni Rotter an der Orgel. Mit dem Segen beschloss Hetzel die Messe und entließ die Gottesdienstbesucher in den Silvesterabend.